ÖNEMLİ HABERLER LİNKLER 

 PROJEKTE 

 VERKEHRS TECHNOLOGIEN 

 Technologie & Riskprofile  

 GLOBALE WETTBEWERB 

 Anforderungs definition 

 Techn. Unterstützung 

 
New Page 1
HAUPTMENÜ  >  NEUE BI TECHNOLOGIEN-BI-IP SOA  >
     












 
 
NEUE BI TECHNOLOGIEN-BI-IP SOA

 

 
 
 
 
 
 
Zusammenfassung . .SOA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2. Prozessorientierung: Auf dem Weg zu höherer
Anpassungsfähigkeit und mehr Innovation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3. Integrierte Analytik: Die Kopplung
von Business Intelligence und Prozessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
4. Analytik im Rahmen einer Business Process Platform . . . . . . . . . . . . . . 15
4.1 Analytische Services . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4.2 Informationsservices . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.3 Datenexploration – eine analytische
zusammengesetzte Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
5. Anhang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Analytics meets Enterprise SOA
 
Ob man zu den Gewinnern oder Verlierern auf dem globalen Markt zählt, hängt von der Innovation und
Anpassungsfähigkeit der eigenen Geschäftsmodelle ab1. Schnelle Reaktionen und proaktive Initiativen
binden Kunden und schlagen Wettbewerber aus dem Feld. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen
ist Agilität für den Erfolg ausschlaggebend. Eine immer höhere Marktdynamik ist die treibende
Kraft. Weitere Antriebskräfte sind die Kosten und die Einhaltung von Vorschriften! Die folgenden
Punkte entscheiden, wer im Geschäftsleben zu den Gewinnern zählt:
• Anpassungsfähigkeit. Geschäfte enden nicht an den Unternehmensgrenzen. Die Herausforderung besteht
vielmehr darin, die Kunden der Kunden mit den Zulieferern der Zulieferer zu verbinden. Erstklassige
Geschäftsprozesse sind erforderlich, welche die Zusammenarbeit über ganze Netzwerke von Unternehmen
hinweg fördern.
• Innovation. Die Effektivität von Geschäftsmodellen und -prozessen muss ständig überprüft werden.
Man braucht Kreativität, um bahnbrechende neue Produkte und Dienstleistungen zu erfinden, mit denen
die Rentabilität und Loyalität von Kunden gefördert wird und mit denen man Wettbewerber überholen
kann.
• Optimierung. Geschäftsprozesse müssen ständig optimiert werden, um die Unternehmenseffizienz zu
erhöhen. Budgets werden zunehmend knapper. Wenn man heutzutage falsche Entscheidungen trifft, führt
das leicht zur Katastrophe. Das Aufspüren von Gewinnpotenzial, rigorose Kostensenkungen sowie genaue
Berechnungen, wo man die verbleibenden Ressourcen am besten einsetzt, sind nicht nur für das
obere Management wesentliche Themen. Geopolitische Unsicherheiten erschweren die Planung und Entscheidungsfindung
erheblich, machen sie aber auch umso notwendiger.
• Einhaltung von Vorschriften. Neue Vorschriften wie beispielsweise der Sarbanes-Oxley Act in den
USA, die International Financial Reporting Standards (IFRS) in der EU, Basel II für die Banken und Solvency
II für Versicherungen haben Auswirkungen auf die Erstellung von Bilanzen und die Konsolidierung.
An Transparenz und Rückverfolgbarkeit führt kein Weg vorbei.
Daher konzentrieren sich führende und erfolgreiche Unternehmen darauf, ihre Strategien mittels durchgängiger,
intelligenter und industrialisierter Geschäftsprozesse umzusetzen. Prozesse stehen nun für das
Management im Mittelpunkt des Interesses. Eine Geschäftsprozessplattform (Business Process Platform,
BPP) ist erforderlich, um den Lebenszyklus von Geschäftsprozessen in einem geschlossenen Regelkreis
zu managen – von der Modellierung und Ausführung bis zur Planung, Überwachung und Steuerung.
Eine BPP ermöglicht automatische, zuverlässige, revisionssichere und anpassungsfähige Prozesse
über Geschäftsfunktionen, Abteilungen und sogar Unternehmen hinweg. So spart man Kosten und erhöht
den Umsatz. Dank einer BPP werden Prozesse von den zugrunde liegenden IT-Systemen und -Anwendungen
unabhängig: Ein Unternehmen kann Prozesse im Einklang mit der Marktdynamik und den
Bedürfnissen der Kunden ändern und segelt so immer am Wind. Außerdem macht eine BPP „intelligente“
Prozesse möglich: Analytik kann in Prozesse integriert werden. Analytik ist der Schlüssel für die
Planung, Überwachung und Steuerung sowohl der Prozesse als auch ihrer Leistungsfähigkeit. Die Zielvorgabe
ist klar:
• Man kann nur das managen, was man messen kann.
• Man muss Probleme erkennen und lösen, ehe sie auftreten.
Analytics meets Enterprise SOA
©
©NETWEAVER BI IP
Unternehmensplanung in der Krise? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Neue Wege und Systeme für die Unternehmensplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Die richtige Lösung für unterschiedliche Bedürfnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Das Konzept der BI-integrierten Planung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Beliebte Oberflächen – Spreadsheets und Web . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Zentrale Koordination der Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
– Datenmodellierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
– Planmodellierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
– Beispiel für Planmodellierung in einem gemeinsamen Datenmodell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Einbindung dezentraler Einheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
– Detaillierung und Planlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
– Internationale Besonderheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
– Plankonsolidierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Planung eingebettet in Business Intelligence . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
– Planung und Steuerung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
– Best Practice . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
– Verknüpfung mit der operativen Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Summary . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Highlights in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Hohe Genauigkeit der Planung
Schnelles Erkennen von Abweichungen und
Benachrichtigung der Verantwortlichen über die Ausnahmen
Automatische Verteilung der Informationen
Verkürzung des Planungsprozesses
Gute Skalierbarkeit
Hohe Performance
Bedienerfreundlichkeit
Überschaubare Gesamtkosten des Planungsprozesses
Ein erfolgreiches Re-Design der Planungsprozesse muss diese
Punkte adressieren und konkurrierende Interessen von Finanzund
Fachbereichen sowie IT-Abteilung ausgleichen.
717
Bewertet die geplanten
Mengen und berechnet
den zu erwartetenden
Erlös
Strategischer
Planer
Leiter der
Logistik
Channel
Manager
Aussendienstmitarbeiter
Finanzplaner Vertriebsleiter
Setzt Vertriebsziele
und beurteilt die
Zielerreichung
Erstellt Marktanalysen
und definiert
Strategien
Plant und verfolgt
Partnertransaktionen
Sorgt für die Auslastung
der Kapazitäten und stellt
die notwendigen Stückzahlen
zur Verfügung
Gibt marktgetriebene
Vertriebspläne pro
Kunde, Gebiet und
Geschäftschance ab
1
2
3
4
5
6
Die BI-integrierte Planung ist das Planungswerkzeug der nächsten
Generation. Konzeptionell direkt in SAP NetWeaver BI
integriert, verschmelzen Planung, Reporting und Analyse zu
einer Einheit – vor allem basierend auf einer einheitlichen
Datenbasis. Die Einbindung in SAP NetWeaver eröffnet die
Möglichkeit, Planung und Analyse in weitergehende Ansätze
einzubinden, die über den Horizont der reinen OLAP-Welt hinausgehen
und in analytische Anwendungen münden. Dadurch
sind Planung und Analyse nicht mehr periodisch durchgeführte
Einzelaufgaben. Sie fließen in den täglichen Arbeitsablauf ein.
Doch auch wer „nur“ klassische Planungs- und Analyseanwendungen
realisieren möchte, erhält mit SAP NetWeaver BI
eine Plattform, die es erlaubt, Planungsanwendungen maßgeschneidert
zu realisieren – von der einfachen Datenerfassung
bis zu komplexen Simulationsanwendungen oder zur Unternehmenssteuerung.
Die unterschiedlichen Interessen, die oftmals eine durchgehende
Steuerung im Unternehmen behindern, können durch
optimale Aufgabenverteilung und Dezentralisierung der Verantwortlichkeiten
ausgeglichen werden.
Die intuitiven Oberflächen in Excel und im Web erlauben es,
die Planung direkt zum Experten zu bringen. Die Einbindung
aller Entscheidungsträger führt zu einer höheren Akzeptanz.
Gleichzeitig bleibt die Transparenz der Prozesse gewährleistet
und die Ausführung kontrollierbar.
SAP NetWeaver BI verbessert die Qualität von Planung und
Reporting. Die einzelnen Bereiche werden transparenter und
können durch Kennzahlen aussagekräftig bewertet werden.
Dadurch lassen sich Unternehmen effizienter steuern. Vorstände,
Geschäftsführer und Bereichsleiter können Plan- und
Ist-Zahlen schnell vergleichen. Die beteiligten Mitarbeiter werden
entlastet und können sich auch in der Budgetphase auf ihre
eigentlichen Aufgaben konzentrieren – auf qualitative Analyseund
Controllingtätigkeiten.
18
SUMMARY
Im Folgenden sind die Hauptfeatures der BI-integrierten
Planung aufgeführt:
Allgemein
Einfache Dateneingabe (auch Ist-Daten)
Eignung für jegliche Art von Planungsanwendung
Einfache Planungsanwendungen können durch End-User
(auch ohne BI-Kenntnisse) selbst modelliert werden
Bereitstellen einer Integrationsplattform für transaktionsorientierte
SAP-Planungswerkzeuge (z. B. Tools aus mySAP ERP
oder mySAP CRM)
Service-orientierte Architektur für die flexible Integration
mit anderen Anwendungen
Modellierung
Web-basierte Modellierung – kein SAP GUI notwendig –
dezentrale Modellierung möglich
Planung und Analyse auf einer einheitlichen Datenbasis
(Nutzung derselben Metadaten, Stammdaten und
Bewegungsdaten)
Beliebige Anzahl von Versionen. Vorläufige und freigegebene
Planversionen lassen sich trennen.
Automatische Top-Down-, Bottom-Up- und Gegenstrom-
Planung
Validierungs- oder Vorschlagswerte können abhängig von
Regeln definiert werden. So können beispielsweise Hierarchien
oder Attribute zur Ableitung von Merkmalskombinationen
verwendet werden (z. B. Ermittlung der Kostenstellengruppe
in Abhängigkeit von der Kostenstellenhierarchie).
Durch Kommentarfunktionen bleiben Hintergrundinformationen
erhalten. Die Nachvollziehbarkeit der
Angaben wird verbessert.
 
SAP Lösung im Detail
INTEGRIERTE PLANUNG ALS
BESTANDTEIL VON SAP NetWeaver®
BUSINESS INTELLIGENCE
© Copyright 2006 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten.
Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von
Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher Form
auch immer, ohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung
durch SAP AG nicht gestattet. In dieser Publikation enthaltene
Informationen können ohne vorherige Ankündigung geändert
werden.
Die von SAP AG oder deren Vertriebsfirmen angebotenen
Softwareprodukte können Softwarekomponenten auch
anderer Softwarehersteller enthalten.
Microsoft, Windows, Outlook, und PowerPoint sind
eingetragene Marken der Microsoft Corporation.
IBM, DB2, DB2 Universal Database, OS/2, Parallel Sysplex,
MVS/ESA, AIX, S/390, AS/400, OS/390, OS/400, iSeries, pSeries,
xSeries, zSeries, z/OS, AFP, Intelligent Miner, WebSphere,
Netfinity, Tivoli, und Informix sind Marken oder eingetragene
Marken der IBM Corporation.
Oracle ist eine eingetragene Marke der Oracle Corporation.
UNIX, X/Open, OSF/1, und Motif sind eingetragene Marken der
Open Group.
Citrix, ICA, Program Neighborhood, MetaFrame, WinFrame,
VideoFrame, und MultiWin sind Marken oder eingetragene
Marken von Citrix Systems, Inc.
HTML, XML, XHTML und W3C sind Marken oder eingetragene
Marken des W3C®, World Wide Web Consortium, Massachusetts
Institute of Technology.
Java ist eine eingetragene Marke von Sun Microsystems, Inc.
JavaScript ist eine eingetragene Marke der Sun Microsystems,
Inc., verwendet unter der Lizenz der von Netscape entwickelten
und implementierten Technologie.
MaxDB ist eine Marke von MySQL AB, Schweden.
SAP, R/3, mySAP, mySAP.com, xApps, xApp, SAP NetWeaver und
weitere im Text erwähnte SAP-Produkte und -Dienstleistungen
sowie die entsprechenden Logos sind Marken oder eingetragene
Marken der SAP AG in Deutschland und anderen Ländern weltweit.
Alle anderen Namen von Produkten und Dienstleistungen
sind Marken der jeweiligen Firmen. Die Angaben im Text sind
unverbindlich und dienen lediglich zu Informationszwecken.
Produkte können länderspezifische Unterschiede aufweisen.
In dieser Publikation enthaltene Informationen können ohne
vorherige Ankündigung geändert werden. Die vorliegenden
Angaben werden von SAP AG und ihren Konzernunternehmen
(„SAP-Konzern“) bereitgestellt und dienen ausschließlich Informationszwecken.
Der SAP-Konzern übernimmt keinerlei
Haftung oder Garantie für Fehler oder Unvollständigkeiten in
dieser Publikation. Der SAP-Konzern steht lediglich für Produkte
und Dienstleistungen nach der Maßgabe ein, die in der Vereinbarung
über die jeweiligen Produkte und Dienstleistungen ausdrücklich
geregelt ist. Aus den in dieser Publikation enthaltenen
Informationen ergibt sich keine weiterführende Haftung.
2
Vorab in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Unternehmensplanung in der Krise? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Neue Wege und Systeme für die Unternehmensplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Die richtige Lösung für unterschiedliche Bedürfnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Das Konzept der BI-integrierten Planung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Beliebte Oberflächen – Spreadsheets und Web . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Zentrale Koordination der Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
– Datenmodellierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
– Planmodellierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
– Beispiel für Planmodellierung in einem gemeinsamen Datenmodell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Einbindung dezentraler Einheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
– Detaillierung und Planlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
– Internationale Besonderheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
– Plankonsolidierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Planung eingebettet in Business Intelligence . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
– Planung und Steuerung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
– Best Practice . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
– Verknüpfung mit der operativen Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Summary . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Highlights in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3
INHALT
4
SAP bietet mit SAP NetWeaver® Release 2004s ein neues Planungswerkzeug
innerhalb der Komponente SAP NetWeaver
Business Intelligence (SAP NetWeaver BI) an – die sogenannte
„BI-integrierte Planung“. Das vorliegende Whitepaper gibt
einen Überblick, wie diese neue Funktionalität – zusammen
mit bestehenden Planungslösungen im weiteren SAP-Umfeld
– eine einzigartige Plattform für die Abbildung integrierter Planungsprozesse
zur Verfügung stellt.
Die BI-integrierte Planung lässt sich auf unterschiedliche Arten
nutzen. Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der
optimierten eigenständigen Planungsanwendung bis zur Verknüpfung
strategischer und operativer Planungsanwendungen,
welche die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche
koordinieren.
Bei der Entwicklung der BI-integrierten Planung standen
folgende Grundsätze im Vordergrund:
1. Die Anforderungen von Power Usern zur Erstellung
komplexer Planungsanwendungen müssen erfüllt werden.
2. Endanwender sollen einfache Planungsrechnungen und
Planungsanwendungen für ihre Bereiche selbst erstellen
und verwalten können.
3. Das Werkzeug muss unterschiedlichen Bedürfnissen
zentraler und dezentraler Unternehmenseinheiten
Rechnung tragen.
Da die BI-integrierte Planung Teil der Technologieplattform
SAP NetWeaver ist, lässt sie sich mit bestehenden Planungsanwendungen
in der Software von Transaktionssystemen
verknüpfen – beispielsweise mit Lösungen der mySAP™ Business
Suite wie mySAP ERP, mySAP Supply Chain Management
(mySAP SCM) oder mySAP Customer Relationship Management
(mySAP CRM).
Die BI-integrierte Planung basiert zudem auf der Enterprise
Services Architecture und bietet deshalb flexible Möglichkeiten
zur Integration unterschiedlicher Softwaresysteme. Dadurch
lassen sich bestehende Lösungen optimal erweitern. Neue
Arten von Planung, Planintegration und Plan-/Ist-Vergleichen
werden möglich.
VORAB IN KÜRZE
Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an die Planung in Ihrem
Unternehmen denken?
Bindet die Planung bei Ihnen zu viele Ressourcen? Ist sie langwierig,
fehlerhaft und nicht praxisnah? Verpuffen strategische
Maßnahmen, weil die operative Umsetzung nicht gelingt? Erinnert
Ihre Planungslandschaft mehr an das Netz der Pariser
Metro, als an einen übersichtlichen Netzplan? Oder stimmen
Sie gar mit Peter Ustinov überein, der augenzwinkernd sagt:
„Planung bedeutet, den Zufall durch Irrtum zu ersetzen.“
Verfolgt man aktuelle Diskussionen zum Thema Unternehmensplanung,
bietet sich ein eher ernüchterndes Bild.
Planung ist in vielen Unternehmen heute ein langwieriger und
schmerzhafter Prozess, der von vielen Beteiligten mehr als
lästiges Übel denn als sinnvolle Grundlage für den Prozess der
Unternehmenssteuerung angesehen wird.
Abgesehen davon, stehen auch die Softwarelösungen, die zur
Unterstützung der Planung verwendet werden, stark in der Kritik.
Oder gehören Sie zu den Glücklichen, die eine zufrieden
stellende Lösung gefunden haben, die einen schnellen Returnon-
Investment (ROI) bietet, von den Anwendern akzeptiert
wird und sich im Bedarfsfall leicht anpassen lässt?
Mehr noch: Ist Planung angesichts der bekannten Probleme
überhaupt sinnvoll? Warum überhaupt noch planen, wenn
Planungen letztendlich doch so schnell veralten und ein aktives
Management mehr zu behindern als zu unterstützen scheinen?
Ist der finanzielle und organisatorische Aufwand für einen der
teuersten Prozesse im Unternehmen überhaupt angebracht?
Trotz aller angesprochenen Probleme: Planung ist für Unternehmen
mittel- bis langfristig überlebensnotwendig. Ein Plan
ist wie eine Landkarte. Wer ihm folgt, weiß, ob er seinem Ziel
näher kommt und wie weit er noch davon entfernt ist. Dieses
Wissen ist die Voraussetzung dafür, zu sehen, was als Nächstes
getan werden muss und die notwendigen Entscheidungen zu
treffen. Wer vom Weg abgekommen ist, dem hilft die Karte,
einen alternativen Weg zum Ziel zu finden.
Eine gute Planung hilft darüber hinaus, verschiedene Unternehmensbereiche
übergreifend zu betrachten und zu steuern –
den Finanzbereich zusammen mit der Produktion, die Produktion
mit dem Vertrieb oder die Zentrale mit den lokalen
Niederlassungen.
UNTERNEHMENSPLANUNG IN DER KRISE ?
5
Viele Unternehmen überdenken derzeit die Organisation ihrer
Planungsabläufe. Beyond Budgeting, Better Budgeting oder
Advanced Budgeting sind nur einige der Schlagworte, die in
diesem Zusammenhang häufig genannt werden. Unterstützung
erhalten die Unternehmen dabei durch Beratungsunternehmen
oder Interessensgemeinschaften wie etwa dem Beyond
Budgeting Round Table. Doch wer sich mit diesen neuen Konzepten
näher beschäftigt, stellt fest, dass sie neben der Notwendigkeit
einschneidender Prozessänderungen in der Regel
auch die Einführung neuer Planungssysteme umfassen.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Standardprodukte für
die Planung entwickelt. Die meisten davon sind jedoch für die
Lösung hoch spezialisierter Planungsprobleme optimiert. Sie an
abweichende Prozesse anzupassen oder in integrierte Systemlandschaften
einzugliedern, ist schwierig. Erfolgt die Planung
mit nicht integrierten Anwendungen, muss das zentrale
Controlling die Teilpläne weitgehend manuell zu einem
Gesamtbild konsolidieren. Dieser Prozess ist nicht nur zeitaufwändig
sondern auch fehleranfällig.
Einen weitergehenden Lösungsansatz stellen Planungsplattformen
dar, die ein renommiertes Beratungsunternehmen wie
folgt bewertet:
„Ein Großteil der Anforderungen an die Funktionalitäten einer
Planungssoftware wird durch am Markt vorhandene Standardsoftware
abgedeckt. Bei gleichzeitig zunehmender Komplexität
der Planung werden Plattformen notwendig, die individuell
angepasst und in die IT-Architektur des Unternehmens integriert
werden können. Umfangreiche Anforderungen in einem
komplexen Unternehmensumfeld hingegen, können in der
Regel nur noch durch individuelle Business-Intelligence-Lösungen
realisiert werden. Im Planungsumfeld basieren diese vor
allem auf OLAP-Technologien. Im Gegensatz zu Standardsoftware
bieten diese Systeme eine hohe Flexibilität und erfüllen die
Anforderungen an Skalierbarkeit und Integration.“
Gute Systeme allein reichen jedoch nicht aus. Darüber hinaus
gilt es, verschiedene Bereiche zur gemeinsamen Planung zu
koordinieren. Strategische Ziele müssen im Einklang mit operativen
Möglichkeiten und Maßnahmen betrachtet werden: die
Finanzplanung zusammen mit der Logistik, die Produktion
mit dem Vertrieb und die Zentrale mit der Niederlassung – im
weitesten Sinne müssen also zentrale und dezentrale Planungsprozesse
unterschiedlicher Ebenen zusammengeführt werden.
Nur dann können alle Unternehmensbereiche an einem
Strang ziehen.
Dazu ist es wichtig, jedem Bereich die richtige Lösung zur
Verfügung zu stellen und diese Lösungen wieder zu einem
nachvollziehbaren Planungsvorgang zusammenzuführen.
Außerdem müssen alle Planungsvorgänge im Unternehmen
direkten Zugang zur Gewinn- und Verlustrechnung, zu
Deckungsbeiträgen sowie zur Bilanz ermöglichen. Shareholder
erwarten konsolidierte und präzise Pläne. Diese internen und
externen Erfordernisse müssen durch stabile sowie verlässliche
Planungsprozesse und -werkzeuge sichergestellt werden.
6
NEUE WEGE UND SYSTEME FÜR
DIE UNTERNEHMENSPLANUNG
Wie bereits angesprochen, bietet der Markt unterschiedliche
Werkzeuge für die Unternehmensplanung. Das Spektrum
reicht von spezialisierten Planungslösungen über generische
Planungsplattformen im OLAP-Umfeld bis hin zu Plattformen,
die über die Planung und das Reporting hinaus weitere Features
zur Verfügung stellen – beispielsweise Workflow-Tools, Portal-
Oberflächen oder die Integrationsfähigkeit mit anderen Anwendungen.
Die Herausforderung bei der Softwareauswahl besteht darin,
eine Lösung zu wählen, die alle verschiedenen Bedürfnisse
im Unternehmen abdeckt und die es ermöglicht, eine in sich
geschlossene Planungslandschaft aufzubauen.
Viele Unternehmen sind deshalb auf der Suche nach einer
Lösung, die folgende Anforderungen erfüllt:
Hohe Genauigkeit der Planung
Schnelles Erkennen von Abweichungen und
Benachrichtigung der Verantwortlichen über die Ausnahmen
Automatische Verteilung der Informationen
Verkürzung des Planungsprozesses
Gute Skalierbarkeit
Hohe Performance
Bedienerfreundlichkeit
Überschaubare Gesamtkosten des Planungsprozesses
Ein erfolgreiches Re-Design der Planungsprozesse muss diese
Punkte adressieren und konkurrierende Interessen von Finanzund
Fachbereichen sowie IT-Abteilung ausgleichen.
7
DIE RICHTIGE LÖSUNG FÜR
UNTERSCHIEDLICHE BEDÜRFNISSE
Beliebte Oberflächen – Spreadsheets und Web
Als Systemunterstützung für Planungsvorgänge dominieren
noch immer Spreadsheets sowie Spezialwerkzeuge. Die Gründe
für ihre Beliebtheit sind vielfältig:
Anwender können die Oberflächen von Spreadsheets intuitiv
bedienen.
Spreadsheets sind ihrer Natur nach generisch. Das bedeutet,
dass nahezu jede Art von Planungsanwendung damit erstellt
werden kann.
Die Erstellung eines Spreadsheets erfordert zwar
Einarbeitungsaufwand: Das Erlernte lässt sich dann allerdings
auf vielfältige Art und Weise für Erweiterungen nutzen sowie
für die Erstellung neuer Modelle.
Vielfältige Funktionen erlauben fast grenzenloses Modellieren
und Simulieren.
Einer integrierten Planung stehen jedoch zahlreiche, oft
beklagte Defizite gegenüber. Dazu zählen:
Fehlende einheitliche Datenbasis
Keine einheitlichen Stammdaten
Keine Ist-Daten
Aufwändige Verteilung
Tendenz zu Kontrollverlust durch Vermehrung und
Veränderung „vagabundierender“ Files
Fehleranfälligkeit bei der zentralen Konsolidierung der
Planzahlen
Aufwändige Verknüpfung unterschiedlicher Planungsmodelle
(komplexe Makros, häufig manuelle Zusammenführung)
Fehlende Prozessunterstützung und/oder Monitoringfunktionen
Schlecht kontrollierbares Versionsmanagement (Unterschiedliche
Versionen der Spreadsheet-Software haben schlimmstenfalls
negative Auswirkungen auf die Funktionsweise der
Makros oder auf automatisierte Planungsabläufe.)
Ausschließlich lokaler Zugang
Ausgehend von einer zentral implementierten Lösung wird in
der Regel eine Flut von Einzelfiles erzeugt. Die Konsolidierung
und Zusammenführung der Daten aus diesen Einzelfiles
erfordert großen manuellen Aufwand und resultiert nicht selten
in hohen Fehlerquoten. Das macht eigenständige Spreadsheetlösungen
(ohne Anbindung an zentrale Datenbanken)
und andere isolierte Spezialwerkzeuge aufwändig und teuer in
Betrieb sowie Wartung – ein Problem, das viele Unternehmen
beschreiben. Darüber hinaus fehlt in der Regel die Möglichkeit,
die so entstandenen Pläne systemgestützt einem Ist-Vergleich
zu unterziehen, unternehmenssteuerungsrelevante Analysen
durchzuführen oder sie in die operative Maßnahmenplanung
zu überführen.
Wie muss eine Lösung für diese Probleme also aussehen? Spreadsheets
sind bei Controllern und IT-Abteilung gleichermaßen
beliebt. Wäre es daher nicht am besten, Spreadsheets
dahingehend zu erweitern, dass die oben benannten Probleme
gelöst werden?
SAP hat diese Ausgangspunkte bei der Entwicklung der
BI-integrierten Planung berücksichtigt. Das spiegelt sich am
augenscheinlichsten in den Elementen wieder, mit denen
der Anwender die Planungsaufgaben erledigt – nämlich
den Planungslayouts.
Die BI-integrierte Planung nutzt die Funktionen von SAP
Business Explorer, einem Tool innerhalb SAP NetWeaver BI.
Diese Funktionalität beinhaltet die Möglichkeit, Planungslayouts
als Excel- oder Web-Anwendungen zu erstellen.
Dadurch stehen sämtliche Excel-Funktionalitäten zur Verfügung,
so dass Anwender bei der Planung nicht auf die beliebte
Oberfläche verzichten müssen. Die Excel-Files können auch
lokal gespeichert werden. Außerdem können sie durch Anwender
nach eigenen Bedürfnissen erweitert werden.
Die Grundstruktur der Files bleibt dabei erhalten. Sie lässt sich
jedoch durch Nebenrechnungen oder Formeln in Zellen
erweitern. Über Makros ist eine Übernahme der Daten zurück
in die zentrale Datenbasis möglich – ohne dass die dort vorhandene
Planquery verändert werden muss. Ergänzt werden die
8
DAS KONZEPT DER BI-INTEGRIERTEN PLANUNG
Excel-Funktionalitäten durch zusätzliche Planungsfunktionen
wie Verteilungsverfahren, Kopieren oder Währungsumrechnung.
Diese erlauben die Definition von Regeln, welche die
Planung unterstützen und über die reinen Excel-Funktionalitäten
hinausgehen.
SAP Business Explorer Excel Workbook als User Interface
Web-Oberflächen komplettieren das Portfolio. Sie sind auch für
Anwender zugänglich, die nicht über ein SAP Graphical User
Interface (SAP GUI) verfügen. Eingabebereite Tabellen können
mit Planungsfunktionen und Texten kombiniert werden und
ermöglichen so die Gestaltung intuitiv bedienbarer Planungsund
Simulationsanwendungen. Unmittelbar nach dem Speichern
sind auch hier die Daten direkt zentral verfügbar und
können für Analysen sowie als Grundlage für weitere Planungsaktivitäten
dienen.
Web-Oberfläche in SAP NetWeaver Portal
Die Benutzeroberflächen können an die Bedürfnisse unterschiedlicher
Nutzertypen angepasst werden. Auf diese Weise
lassen sich passgenaue Anwendungen zielgruppengerecht
erstellen. Das Spektrum reicht dabei je nach Aufgabenstellung
von einfacher Dateneingabe bis zu komplexen Simulationen.
Einmal erlernte Funktionalitäten lassen sich in unterschiedlichen
Kontexten wieder verwenden.
Es ist ebenfalls möglich, die Dateneingabefunktion nur für
manuelle Eingaben ins Data Warehouse zu verwenden. Ebenso
lassen sich auch nicht integrierte separate Planungen erstellen.
9
Die BI-integrierte Planung erlaubt je nach
Bedürfnis die Nutzung von Excel oder Web als
Benutzeroberfläche. Anwender müssen nicht auf
die beliebten Oberflächen verzichten. Administratoren
können bekannte Features nutzen.
Außerdem lassen sich diese Oberflächen auch
für die simple Eingabe von Ist-Daten nutzen.
Zentrale Koordination der Planung
Traditionell ist der Finanzbereich des Unternehmens Drehund
Angelpunkt der zentralen Unternehmensplanung. Hier
werden Profit-Center-, Kostenstellen-, Auftrags- oder Projektbudgets
zugewiesen und entschieden, welche finanziellen
Mittel den jeweiligen Bereichen zur Verfügung gestellt werden.
Die Planung des Betriebsergebnisses, des Cash Flow und der
Bilanz baut im Wesentlichen auf den einzelnen Bereichsplanungen
auf.
Parallel zum Finanzbereich haben sich in den Unternehmen
die IT-Abteilungen als zentrale Koordinationsbereiche für die
Organisation und Steuerung von Betriebsprozessen etabliert.
Sie kümmern sich um Implementierung, Administration, Wartung
und Integration von IT-Systemen. Es ist ihre Aufgabe,
dafür zu sorgen, dass die Kosten für den laufenden Betrieb
optimiert werden und die Systeme ausreichend skalierbar für
die Unternehmensgröße sind. Schließlich muss die Verfügbarkeit
für eine hohe Anzahl von Benutzern bei einer zufrieden
stellenden Performance gewährleistet werden.
IT-Abteilungen bewerten technische Aspekte der
Implementierung sehr hoch. Dazu zählen:
Wartungsfreundlichkeit
Skalierbarkeit
Technische Administrationsfähigkeit
Integration der Lösung in die übergreifende IT-Strategie des
Unternehmens
Finanz- und Fachbereiche legen dagegen eher Wert auf betriebswirtschaftliche
Aspekte der Implementierung. Etwa auf:
Umsetzung der Unternehmensstrategie
Optimierung des Mitteleinsatzes
Anpassungsfähigkeit an organisatorische Änderungen
Die optimale Lösung erlaubt es der IT-Abteilung, den Gesamtzusammenhang
integriert abzubilden. Außerdem eröffnet sie
sowohl der Finanz- als auch den Fachabteilungen die notwendige
Freiheit, fachspezifische Aufgaben bestmöglich zu
erledigen und den Planungsprozess weitgehend in Eigenregie
zu administrieren.
Die abzudeckende Bandbreite reicht dabei von Einzelplänen
bis zu komplexen und integrierten Planungssystemen für
umfassendes Forecasting und für die Simulation verschiedener
Situationen.
Die BI-integrierte Planung ist ein analytisches Planungswerkzeug.
Sie ist von den Prozessen des operativen Geschäfts entkoppelt.
Das bietet Unternehmen den Freiraum, zusätzliche, für
die Planung wichtige Kriterien oder Verfahren einzugliedern
oder auf unnötige Details zu verzichten. So wird beispielsweise
bei der Serienfertigung in der Regel nicht auf einzelne Kunden
geplant, sondern auf Kundengruppen oder auf Produktgruppen
außerhalb der Produkthierarchie.
Darüber hinaus ermöglicht die BI-integrierte Planung die
Modellierung von unterschiedlichen Planungsanwendungen.
Die Modellierung ist zweigeteilt in:
Datenmodellierung
Planmodellierung
Datenmodellierung
Bei der Datenmodellierung wird der Rahmen abgesteckt, in
dem sich die Teilpläne bewegen. Dazu gehört beispielsweise die
Definition von Metadaten und Stammdaten. Folgende Fragen
gilt es dabei zu beantworten:
Auf welchen Ebenen wird geplant und berichtet?
Was sollen die Berichte und Auswertungen leisten?
Wie können Dateneingabe und Planungsfunktionen auf
der einen Seite und das Berichtswesen auf der anderen Seite
gleichwertig berücksichtigt werden?
10
Ein gemeinsames Datenmodell unterstützt die zentrale Steuerung
des Unternehmens. Alle Pläne können bezüglich der
Nutzung von Stammdaten und Bewegungsdaten zentral koordiniert
werden. Doppelerfassungen oder Überschneidungen
werden vermieden. Die Systemverfügbarkeit und Wartungsfreundlichkeit
wird optimiert. Aufwändige Plankonsolidierungen
entfallen.
Die Datenmodellierung kann entweder von der Finanzabteilung,
vom zuständigen Fachbereich oder von der IT-Abteilung
übernommen werden. Viele Unternehmen entscheiden sich
hier für eine abgestimmte Vorgehensweise.
Planmodellierung
Die Planmodellierung baut auf der Datenmodellierung auf.
Innerhalb vorgegebener Datenbereiche können die einzelnen
Fachbereiche Planungsanwendungen völlig frei nach Ihren
eigenen Bedürfnissen gestalten. Das reicht von der Definition
von Regeln und Formeln bis zur Festlegung von Abläufen im
Planungszyklus. Die Planmodellierung in der BI-integrierten
Planung ist mit der Konfiguration eines anspruchsvollen
Spreadsheets vergleichbar. Ein Wizard führt den Anwender
durch den Aufbau des Planmodells und erläutert die notwendigen
Konfigurationsschritte. Dadurch kann der Planprozess
von den Fachabteilungen vollständig in Eigenregie koordiniert
werden. Eine Abstimmung mit der IT-Abteilung ist jedoch
empfehlenswert.
Zur Planmodellierung gehört auch die Erstellung von Planungsfunktionen.
Diese erlauben die Definition von Regeln,
welche die Planung unterstützen und über die reine Excel-
Funktionalität hinausgehen– angefangen beim einfachen
Kopieren über Verteilungen bis zu komplexen Formeln und
Forecastregeln. Diese Funktionen können sowohl bei manuellen
Planungsschritten genutzt werden als auch im Hintergrund
automatisiert ablaufen. Mehrere Funktionen lassen sich
automatisch sequentiell nacheinander abarbeiten. Beispiel:
Daten werden zuerst in eine andere Version kopiert und dann
anhand von Referenzdaten verteilt.
Darüber hinaus können Planungsfunktionen und -sequenzen
an bestimmte Ereignisse gebunden werden, so dass sie zum
Beispiel beim Sichern automatisch ablaufen. Auf diese Weise
werden administrative Schritte automatisiert.
Die BI-integrierte Planung ist Teil der Technologieplattform
SAP NetWeaver, die es erlaubt, sämtliche IT-Lösungen eines
Unternehmens miteinander zu verbinden und miteinander
kommunizieren zu lassen. Darüber hinaus stellt SAP NetWeaver
allgemein nutzbare Funktionalitäten zur Verfügung, die
anwendungsübergreifend verwendet werden können. Dazu
gehören unter anderem eine zentrale Workflow-Unterstützung,
die Komponente SAP NetWeaver Portal sowie kollaborative
Werkzeuge. Das Information Broadcasting lässt sich
beispielsweise nutzen, um Planqueries an einen größeren
Nutzerkreis zu verteilen.
Beim Information Broadcasting geht es um die Verteilung
jeglicher Art von Business-Intelligence-Informationen.
Die Verteilung erfolgt entweder über E-Mail oder über SAP
NetWeaver Portal. Auf diese Weise wird ein äußerst effizientes
‚Information Sharing’ gewährleistet, das grundsätzlich allen
Anwendern im Unternehmen zur Verfügung steht und das eine
optimale Entscheidungsfindung unterstützt. Insbesondere
durch die Bereitstellung der Informationen im Portal wird der
Zugriff ‚anytime and anywhere’ gewährleistet. Nachdem die
Informationen im Portal zur Verfügung stehen, können zusätzlich
Knowledge-Management-Funktionen genutzt werden, um
weitere Collaboration Tasks zu starten.
Eingebettet in SAP NetWeaver ist die BI-integrierte Planung
darauf ausgerichtet, für eine sehr hohe Anzahl an Nutzern zu
skalieren und eine hohe Performance zu gewährleisten.
11
Beispiel für Planmodellierung in einem
gemeinsamen Datenmodell
Beispiel: Integration von Einzelplänen
Die Abbildung zeigt beispielhaft, welche Arten von Plänen mit
Hilfe der BI-integrierten Planung erstellt werden können.
Durch ein gemeinsames Datenmodell ist es möglich, Abhängigkeiten
zwischen den Einzelplänen abzubilden. Tritt in einem
Bereich eine Änderung auf, lässt sich die Auswirkung auf andere
Planungen sofort ermitteln. Letztendlich münden alle Schritte
in eine konsolidierte Finanzplanung, die aus den vorgelagerten
Planungen Ergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung,
Cash Flow und Bilanz ableitet. Diese stehen in enger Verbindung
mit der strategischen Planung und sind daher hier blau
gekennzeichnet.
Je nach Bedarf können Unternehmen einzelne oder zusammenhängende
Planungsanwendungen modellieren. Die Ausgestaltung
der Einzelplanungen liegt in der Verantwortung des
jeweiligen Fachbereichs.
Ein solches integriertes System zwingt die Verantwortlichen aus
Vertrieb, Produktion und Controlling dazu, regelmäßig Informationen
und Strategien auszutauschen und sich bei der Festlegung
der Planziele eng miteinander abzustimmen. Insgesamt
können die Unternehmen so mehr Zeit dafür nutzen, um
Probleme zu lösen, statt Daten zusammenzutragen.
Je nach Anforderung lässt sich in der BI-integrierten Planung
ein solches Gesamtbild verwirklichen oder auch Teile davon.
Dabei ist abzuwägen, welche Planungen eher im transaktionalen
System durchgeführt werden sollen (z. B. mySAP SCM, mySAP
ERP) und welche in der BI-integrierten Planung. So ist es in der
Regel nicht sinnvoll, die operative Logik von Stücklisten und
Arbeitsplänen der Produktionsplanung in der generischen Plattform
der BI-integrierten Planung „nachzubauen“. Die BI-integrierte
Planung stellt jedoch Funktionalitäten zur Verfügung,
um die Daten aus den unterschiedlichen Planungssystemen
jederzeit wieder zu einem Gesamtbild zusammenzuführen.
Grundlage hierfür sind so genannte Extraktoren und Retraktoren,
die es erlauben, Daten aus operativen Systemen zu
„extrahieren“ und auch wieder dorthin zurück zu schreiben
(„retrahieren“).
12
Die Trennung von Datenmodellierung und
Planmodellierung gewährleistet, dass alle Pläne
einer gemeinsamen Logik bezüglich der Datenkonsistenz
folgen. Zudem kann auf Basis der
Datenmodellierung jeder Business User
Planungsanwendungen genau nach seinen
Bedürfnissen erstellen. In der Praxis hat es sich
bewährt, dass Finanzabteilung und Fachbereiche
die Planungsprozesse gemeinsam mit dem
IT-Bereich koordinieren.
Strategische Planung
Operationale Planung
Ertragsplanung
Produktionsplanung
Vertriebsplanung
Preisplanung
Investitionsplanung
Beschaffungsplanung
Personalplanung
Marketingplanung
Finanzplanung (Bilanz, GuV, Cash Flow)
Erlösplanung
Kostenplanung
Einbindung dezentraler Einheiten
Nicht erst seit dem Beginn des Globalisierungszeitalters sind
viele Unternehmen keine zentral organisierten Einheiten mehr.
In der Regel gibt es Konzernleitung sowie Produktionsstätten,
zentralen Einkauf sowie Filialen, Produktion sowie Auslieferungslager
und so weiter. Diese unterschiedlichen Unternehmensbereiche
und Standorte verwenden oftmals nicht nur
zahlreiche verschiedene Planungswerkzeuge. Häufig liegen auch
Welten zwischen den unterschiedlichen Planungsphilosophien.
Besonders im Zusammenhang mit der Softwareauswahl treten
nicht selten Konflikte zwischen zentralen und dezentralen Einheiten
auf. Die Hintergründe dafür sind vielfältig. Sie reichen
von abweichenden Anforderungen bis zu der Befürchtung, die
Hoheit über die Steuerung des eigenen Bereichs zu verlieren.
Detaillierung und Planlogik
Viele Planungsmodelle werden, wie bereits beschrieben, zentral
vorgegeben. Die dezentralen Bereiche werden zur Abgabe von
Plänen aufgefordert, die der Logik der Zentralplanung folgen.
In dezentralen Einheiten wird jedoch oft detaillierter geplant,
als von der Unternehmenszentrale eingefordert. Eine geeignete
Planungssoftware sollte es daher dezentralen Anwendern
ermöglichen, im zentralen Planungswerkzeug eigene „Nebenpläne“
zu erstellen, die in die zentrale Planung einfließen können.
Diese Pläne dienen später zur qualitativen Analyse von
Abweichungen. Die Entstehung der Planzahlen lässt sich besser
nachvollziehen.
Nebenpläne sollten sich von der „Hauptplanung“ entkoppeln
lassen, um den Planern einen höheren Freiheitsgrad einzuräumen.
Die Nebenpläne müssen deshalb von den Planern selbst
erstellt und geändert werden können. Zu einem späteren
Zeitpunkt müssen die Planergebnisse an die Zentrale „freigegeben“
werden. Nebenrechnungen sollen hierbei erhalten
bleiben, damit die Planer später auf ihre Planannahmen zurückgreifen
können.
Oftmals besteht für Filialen keine Möglichkeit, eigene Überlegungen
und Berechnungslogiken einfließen zu lassen. Häufige
Folge: Die „wahren“ Pläne in den Niederlassungen basieren
weiterhin auf Spreadsheets. Dadurch gerät das globale Unternehmensziel
leicht aus dem Blickfeld, da sich zentrale und
dezentrale Planungen nicht wirklich miteinander abstimmen
lassen.
In der BI-integrierten Planung ist es möglich, dass einzelne
Abteilungen im Rahmen eines bestimmten Datenmodells
eigene Planungsanwendungen erstellen, die den Bereichsbedürfnissen
Rechnung tragen.
Die Erstellung eigener Pläne erfordert kein aufwändiges Training.
Anwender haben die Möglichkeit, Planungsanwendungen
des Excel-Add-Ins lokal zu speichern und mit eigenen Tabellen,
Berechnungen sowie Makros zu erweitern. Daten können lokal
verändert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das
zentrale Data Warehouse übertragen werden. Dadurch wird
einerseits sichergestellt, dass sich lokale und zentrale Planungen
miteinander abstimmen lassen. Andererseits können lokale
Planer die zentrale Planung so erweitern, dass ihre eigenen
Überlegungen und Vorgehensweisen berücksichtigt werden.
Diese Pläne können lokal aufbewahrt werden. Die Zentrale
greift nur auf den Zentralplan zu. Diese Bereiche müssen über
Berechtigungen so geschützt sein, dass nur der jeweils an der
Planung beteiligte Unternehmensbereich darauf Zugriff hat.
Unterschiedliche Versionen geben den Planern die notwendige
Freiheit für detailliertere Planungen und Berechungen.
13
Internationale Besonderheiten
Auch die unterschiedlichen Anforderungen, die sich im internationalen
Zusammenhang stellen, erfordern lokale Anpassungen.
So müssen etwa Wechselkurse berücksichtigt werden,
unterschiedliche Gesetzgebungen beeinflussen die Kalkulationsschemata
und Rohstoff- oder Logistikpreise können örtlich
variieren.
Die Planungsfunktionen unterstützen die Implementierung
internationaler Anforderungen. Von der Währungsumrechnung
bis zur Berücksichtigung von Preisen, die sich beispielsweise
aus dem jeweiligen Landesmerkmal ableiten lassen, steht
ein breites Spektrum an Funktionen zur Verfügung. So lassen
sich aus verschiedenen Wechselkursen oder Volumina auch
unterschiedliche Simulationen ableiten. Regional können
unterschiedliche Kalkulationsschemata zur Berechnung des
Deckungsbeitrags erstellt werden und in die Zentralplanung
einfliessen.
Plankonsolidierung
Je mehr Beteiligte ein Planungsprozess aufweist, desto wichtiger
wird die Verteilung und anschließende Konsolidierung der
Planaufgaben. Die Akzeptanz der Ergebnisse hängt von der
Fähigkeit der Planungsanwendung ab, den Prozess der Datenerhebung
für alle Beteiligten so einfach und Zeit schonend wie
möglich abzuwickeln.
Mit den herkömmlichen Spreadsheet-basierten Instrumenten
ist die Informationsbeschaffung oft ein komplexer und aufwändiger
Prozess: Beteiligte Planer erhalten per E-Mail ein
Excel-Template. Darin ist festgelegt, welche Daten geliefert werden
sollen. Nach dem Prinzip der Kaskade wird das Template
weiter in der jeweiligen Organisation verteilt, ausgefüllt –
manchmal auch modifiziert – und zurückgesandt. In der Zentrale
sind dann mehrere Mitarbeiter oft tagelang beschäftigt,
die Daten zu konsolidieren. Der Prozess ist fehleranfällig und
aufwändig. Oftmals kann auch nicht nachvollzogen werden,
welche Planeingaben noch fehlen und wo der Prozess stecken
geblieben ist.
In der BI-integrierten Planung sind dagegen alle Planungslayouts
(Excel und Web) direkt an das zentrale Data Warehouse
angeschlossen. Die Eingaben eines Planers in Neuseeland
werden unmittelbar in der Zentrale in den USA sichtbar, da
alle Daten in der zentralen Datenbasis gesichert werden.
Das versionsbasierte Berechtigungskonzept gewährleistet dabei,
dass in Arbeit befindliche Pläne noch nicht für den zentralen
Zugriff freigegeben sind. Sobald die Planungen fertig gestellt
sind, werden sie in einer Version abgelegt, die für die Zentrale
einsehbar ist.
Um Nacharbeiten und Reibungsverluste zu vermeiden, hat
jeder Planer unmittelbaren Zugriff auf alle für ihn relevanten
Informationen, ohne in verschiedenen Quellen nachschlagen
zu müssen. Mit Hilfe des Information Broadcasting lassen sich
Berichte an einen größeren Anwenderkreis verteilen. Collaboration
Rooms können genutzt werden, um allen Planern dieselben
Informationen zur Verfügung zu stellen.
14
Die BI-integrierte Planung erlaubt es, dezentral
individuelle Planungen zu erstellen. Diese können
ebenso in die Gesamtplanung einfließen,
wie die individuelle Planungslogik. Bei Bedarf
können aus diesen individuellen Planungen
Alternativentscheidungen und Reaktionspläne
entstehen. Wo notwendig, kann auch ein
eigenes Planungssystem basierend auf der
BI-integrierten Planung dezentral entwickelt
werden.
Zudem bietet die BI-integrierte Planung eine komfortable
Workflow-Unterstützung, die mit einem übersichtlichen Statusmanagement
gekoppelt ist. Die Anwender erfassen ihre Werte in
eigens für sie erstellten Web-Templates, prüfen und speichern
sie und schicken sie an die Zentrale. Das Template kann zudem
mit eigenen Anmerkungen und Kommentaren versehen werden,
die dem Controlling in der Zentrale Rückfragen ersparen
oder deren Beantwortung erleichtern. So ist jederzeit klar, wer
wann welche Daten geliefert hat. Der einzelne Planer weiß
genau, welche Eingaben von ihm erwartet werden. Es kann
mehr Zeit auf die Lösung von Problemen verwendet werden,
anstatt Daten zusammenzutragen. Die Geschäftsführung erhält
zeitnah Planwerte, die frühzeitig abgestimmt werden können.
Planung eingebettet in Business Intelligence
Planung und Steuerung
Planung und operatives Geschäft dürfen nicht voneinander
isoliert ablaufen. Es reicht nicht aus, Planung als jährlich
wiederkehrende Aufgabe zu betrachten. Auch rollierende
Planung muss mehr können, als sich nur an laufende Ergebnisse
anpassen. Gefordert ist eine direkte Verknüpfung mit der
Analyse. Unternehmen müssen Potenziale schnell aufdecken
können. Nur dann können sie rechtzeitig reagieren.
Plan-/Ist-Vergleiche mittels nicht integrierter Spreadsheets sind
extrem aufwändig, da es keine einheitliche Datenbasis gibt, die
das Analysieren der Daten aus verschiedenen Blickwinkeln
und auf unterschiedlichen Aggregationsstufen ermöglicht. Um
eine wirkliche Vergleichbarkeit von Plan- und Istdaten zu
gewährleisten, müssen diese auf derselben Datenbasis beruhen.
Die BI-integrierte Planung nutzt für Planung und Analyse
dieselbe Datenbasis. So ist gewährleistet, dass Plan- und Ist-
Daten wirklich vergleichbar sind und eine sinnvolle Abweichungsanalyse
ermöglichen. Wie bereits in diesem Dokument
beschrieben, nutzt die BI-integrierte Planung auch dieselben
Oberflächen wie die Analysefunktionen. Bestehende Analyseanwendungen
lassen sich deshalb ohne großen Aufwand um
Planelemente erweitern. In der Planung erfasste Daten stehen
sofort nach dem Speichern für die Analyse zur Verfügung.
Durch die einheitliche, integrierte Sicht auf alle wichtigen
Daten können beispielsweise umfassende Berichte über Kunden,
Produktgruppen, saisonale Abweichungen und Markttrends
abgerufen werden. Unternehmen können schneller auf
Marktveränderungen reagieren und Vertriebsaktivitäten besser
planen.
15
Die BI-integrierte Planung bietet zu jedem
Zeitpunkt einen klaren Überblick über
Zuständigkeiten und den Status der Planung.
Durch die zentrale Datenhaltung sind alle Daten
direkt nach dem Speichern verfügbar. Eine
aufwändige Datenkonsolidierung entfällt.
Best Practice
Um Implementierungen zu beschleunigen, können Kunden
von den Erfahrungen der SAP profitieren. Der zusammen mit
SAP NetWeaver BI ausgelieferte Business Content bietet vordefinierte
Best-Practice-Planungsanwendungen, die vom Kunden
übernommen und entweder sofort genutzt oder an eigene
Bedürfnisse angepasst werden können. Diese Anwendungen
werden so ausgeliefert, dass sie direkt an die operativen Systeme
(z. B. an mySAP ERP) angeschlossen werden können.
Generell empfiehlt es sich, die Implementierung schrittweise
vorzunehmen. Ausgangspunkt kann zum Beispiel eine
bestehende Implementierung des Berichtswesens sein.
Prototyping
Vorphase 1: Planungsscreens nutzen, um Daten ins Berichtswesen
einzugeben (z. B. zum Monatsabschluss lokaler
Tochterfirmen)
Vorphase 2: Planungsanwendung für einzelnes Planungsthema
entwickeln und mit Berichtswesen und Analyse
verknüpfen
Implementierung
1. Projektphase: Datenmodell für integrierte Planungslandschaft
erstellen
2. Projektphase: Sukzessive weitere Pläne implementieren
3. Projektphase: Verbindungen zu transaktionalen Systemen
automatisieren
4. Projektphase: Einbindung als vorgedachte Szenarien in den
Kontext des Tagesgeschäfts
Verknüpfung mit der operativen Planung
Sind Pläne erstellt und abgestimmt, geht es in allen Bereichen
(zentral und dezentral) an die Umsetzung der damit verbundenen
Ziele. Der Schnittpunkt zwischen der analytischen langund
mittelfristigen Planung sowie der konkreten Umsetzung
in kurzfristige operative Aktionen erfordert dabei hohe
Aufmerksamkeit.
Die folgende Abbildung illustriert das Zusammenspiel
verschiedener Unternehmensbereiche in diesem Kontext:
16
Mit der BI-integrierten Planung werden Planabweichungen
schneller erkannt. Neu entdeckte
Geschäftspotenziale bleiben im Blickfeld.
Dadurch entstehen Spielräume, um unterjährig
innerhalb des Gesamtplans optimale Ergebnisse
zu erzielen.
Die BI-integrierte Planung lässt sich innerhalb
weniger Wochen implementieren. Viele spezifische
Funktionalitäten wie Währungsumrechnung
oder Verteilungsfunktionen sind im Standard
enthalten. Der mitgelieferte Business
Content beschleunigt die Einführung.
Sales Planning & Forecasting in mySAP CRM und SAP NetWeaver
Die Abbildung veranschaulicht, wie eine Kette aus verschiedenen
Beteiligten gemeinsam an der Erreichung der Unternehmensziele
arbeitet. Dafür benötigen diese sowohl Zugriff auf
Vorgaben aus der strategischen und übergreifenden Planung
als auch Informationen aus den transaktionalen Systemen.
Das Zusammenspiel beider Bereiche erlaubt es ihnen dabei,
einerseits die übergeordneten Ziele im Auge zu behalten und
zugleich rechtzeitig die richtigen Aktionen anzustoßen und zu
überwachen. SAP NetWeaver BI bietet die Möglichkeit, Planung,
Analyse und transaktionale Systeme so mit einander zu verknüpfen,
dass jedem Nutzer die richtigen Informationen zum
richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Beispiel:
Kurz vor Quartalsende wird durch einen Plan-/Ist-Vergleich
deutlich, dass der angestrebte Quartalsumsatz nicht erreicht
wird. Der verantwortliche Vertriebsmitarbeiter erhält einen
entsprechenden Alert. Es werden verschiedene Queries zur
Analyse herangezogen, beispielsweise:
Sales Pipeline: Welche Kunden haben nicht abgeschlossen?
Wo gibt es eventuell Potenziale, die Fehlbeträge über den
Umsatz mit anderen Kunden wieder auszugleichen?
Win-/Loss-Analysen: Warum haben bestimmte Kunden
nicht abgeschlossen? Kann eventuell nachverhandelt werden?
Deckungsbeitragsrechnung: In welchem Rahmen kann
nachverhandelt werden? Existieren Synergien mit anderen
Verträgen, so dass ein niedrigerer Deckungsbeitrag ausreicht?
Daraus folgt:
Diskussion der Lösungsansätze mit zusätzlichen Dokumenten
zur Information
Entscheidung über die Maßnahmen
Aktualisierung der ursprünglichen Planung und Versand via
Information Broadcasting
Auch Erweiterungen der operativen Systeme werden mit
Hilfe der Funktionalität von SAP NetWeaver BI ausgeliefert.
So entstehen gebündelte Anwendungen, die Funktionen aus
den operativen und analytischen Systemen sowie der Plattform
SAP NetWeaver so kombinieren, dass sie beim Kunden als Prozess
übernommen werden können.
Ein Beispiel dafür ist die sogenannte „Express-Planung“,
die mit mySAP ERP ausgeliefert wird. Die Express Planung bietet
alle Aufgaben, die mit der Planung in unmittelbarem
Zusammenhang stehen, in Form eines „Patterns“ (geführte
Struktur) an. Die BI-integrierte Planung ist in diesem
Zusammenhang Bestandteil des Patterns der Express Planung.
Mit der BI-integrierten Planung entwickelt sich die Planung von
einer statischen, isolierten Aufgabe zu einem Bestandteil des
täglichen Geschäfts. Es geht nicht mehr darum, einmal im
Jahr einen Plan zu erstellen und dann zu kontrollieren, ob er
erreicht wurde, sondern darum, die Plandaten zur täglichen
Steuerung zu verwenden.
17
Bewertet die geplanten
Mengen und berechnet
den zu erwartetenden
Erlös
Strategischer
Planer
Leiter der
Logistik
Channel
Manager
Aussendienstmitarbeiter
Finanzplaner Vertriebsleiter
Setzt Vertriebsziele
und beurteilt die
Zielerreichung
Erstellt Marktanalysen
und definiert
Strategien
Plant und verfolgt
Partnertransaktionen
Sorgt für die Auslastung
der Kapazitäten und stellt
die notwendigen Stückzahlen
zur Verfügung
Gibt marktgetriebene
Vertriebspläne pro
Kunde, Gebiet und
Geschäftschance ab
1
2
3
4
5
6
Die BI-integrierte Planung ist das Planungswerkzeug der nächsten
Generation. Konzeptionell direkt in SAP NetWeaver BI
integriert, verschmelzen Planung, Reporting und Analyse zu
einer Einheit – vor allem basierend auf einer einheitlichen
Datenbasis. Die Einbindung in SAP NetWeaver eröffnet die
Möglichkeit, Planung und Analyse in weitergehende Ansätze
einzubinden, die über den Horizont der reinen OLAP-Welt hinausgehen
und in analytische Anwendungen münden. Dadurch
sind Planung und Analyse nicht mehr periodisch durchgeführte
Einzelaufgaben. Sie fließen in den täglichen Arbeitsablauf ein.
Doch auch wer „nur“ klassische Planungs- und Analyseanwendungen
realisieren möchte, erhält mit SAP NetWeaver BI
eine Plattform, die es erlaubt, Planungsanwendungen maßgeschneidert
zu realisieren – von der einfachen Datenerfassung
bis zu komplexen Simulationsanwendungen oder zur Unternehmenssteuerung.
Die unterschiedlichen Interessen, die oftmals eine durchgehende
Steuerung im Unternehmen behindern, können durch
optimale Aufgabenverteilung und Dezentralisierung der Verantwortlichkeiten
ausgeglichen werden.
Die intuitiven Oberflächen in Excel und im Web erlauben es,
die Planung direkt zum Experten zu bringen. Die Einbindung
aller Entscheidungsträger führt zu einer höheren Akzeptanz.
Gleichzeitig bleibt die Transparenz der Prozesse gewährleistet
und die Ausführung kontrollierbar.
SAP NetWeaver BI verbessert die Qualität von Planung und
Reporting. Die einzelnen Bereiche werden transparenter und
können durch Kennzahlen aussagekräftig bewertet werden.
Dadurch lassen sich Unternehmen effizienter steuern. Vorstände,
Geschäftsführer und Bereichsleiter können Plan- und
Ist-Zahlen schnell vergleichen. Die beteiligten Mitarbeiter werden
entlastet und können sich auch in der Budgetphase auf ihre
eigentlichen Aufgaben konzentrieren – auf qualitative Analyseund
Controllingtätigkeiten.
18
SUMMARY
Im Folgenden sind die Hauptfeatures der BI-integrierten
Planung aufgeführt:
Allgemein
Einfache Dateneingabe (auch Ist-Daten)
Eignung für jegliche Art von Planungsanwendung
Einfache Planungsanwendungen können durch End-User
(auch ohne BI-Kenntnisse) selbst modelliert werden
Bereitstellen einer Integrationsplattform für transaktionsorientierte
SAP-Planungswerkzeuge (z. B. Tools aus mySAP ERP
oder mySAP CRM)
Service-orientierte Architektur für die flexible Integration
mit anderen Anwendungen
Modellierung
Web-basierte Modellierung – kein SAP GUI notwendig –
dezentrale Modellierung möglich
Planung und Analyse auf einer einheitlichen Datenbasis
(Nutzung derselben Metadaten, Stammdaten und
Bewegungsdaten)
Beliebige Anzahl von Versionen. Vorläufige und freigegebene
Planversionen lassen sich trennen.
Automatische Top-Down-, Bottom-Up- und Gegenstrom-
Planung
Validierungs- oder Vorschlagswerte können abhängig von
Regeln definiert werden. So können beispielsweise Hierarchien
oder Attribute zur Ableitung von Merkmalskombinationen
verwendet werden (z. B. Ermittlung der Kostenstellengruppe
in Abhängigkeit von der Kostenstellenhierarchie).
Durch Kommentarfunktionen bleiben Hintergrundinformationen
erhalten. Die Nachvollziehbarkeit der
Angaben wird verbessert.
Planungsfunktionen
Unterstützung durch umfangreiche Planungsfunktionen
(Formeln, Forecast-Funktionen, Verteilung nach Referenzen
oder Schlüsseln, …)
Definition von Abhängigkeiten innerhalb des Planungsnetzwerks
(Planintegration) erlaubt schnelle Neuplanung bei
Änderung der Planannahmen
Excel-Oberfläche
Frei definierbare Web Templates und Excel Workbooks (auch
für Endanwender ohne BI-Kenntnisse)
Web-Oberfläche
Plandaten, die im Web eingegeben wurden, sind sofort nach
dem Speichern in der Datenbasis verfügbar
Frei definierbare Web Templates und Excel Workbooks (auch
für Endanwender ohne BI-Kenntnisse)
Prozessunterstützung
Automatische Unterstützung des Planungsprozesses durch
Workflows und Statusverfolgung
Einbindung in den Ad-hoc-Workflow sowie den
Collaboration Room möglich
Analysefunktionen
Nutzung der Analysefunktionalitäten in SAP Business
Explorer für Plandateneingabe und Plan-/Ist-Vergleiche
19
HIGHLIGHTS IN KÜRZE
50 078 612 (06/03) Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.
www.sap.com/contactsap
 
Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Einführung SAP NetWeaver Business Intelligence . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Data Warehouse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Data Warehouse Management . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Extraktion, Transformation und Laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Geschäftsprozessmodellierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Business Intelligence . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Online Analytical Processing (OLAP) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Data Mining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Alerts (Warnmeldungen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Business Insights . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Abfragen gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Berichte und Analysen erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
– Web-Anwendungen gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Planen, Bewerten und Steuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
– Planung und Simulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
– Business Content . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
– Stammdaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
– Business Intelligence Collaboration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Überblick SAP NetWeaver . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Wie SAP NetWeaver die Zusammenarbeit zwischen Menschen fördert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
– Unification-Technologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
– Portal-Content-Katalog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
– Portal- und technische Services . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Collaboration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Verteilung von Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Einheitliche Integrationsebene . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Vorteile der Integration von Menschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Wie SAP NetWeaver die Integration von Informationen verwirklicht . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Informationen integrieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
– Knowledge Management . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
– SAP NetWeaver Master Data Management (SAP NetWeaver MDM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Vorteile der Integration von Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Wie SAP NetWeaver die Integration von Prozessen ermöglicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Prozesse integrieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
– Enterprise Application Integration (EAI) mit SAP NetWeaver XI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
– Die Vorteile von Business Intelligence bei Batch-/Echtzeitbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Vorteile der Integration von Prozessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Die Applikationsplattform. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
SAP NetWeaver Application Server (SAP NetWeaver AS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Vorteile der Plattformabstraktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
3
Grundlagen für unternehmensweite
Business Intelligence
Driving value from Business Intelligence
ABSTRACT
Business Intelligence (BI) bietet Unternehmen und anderen Organisationen
erheblichen Mehrwert. Das basiert auf den Fähigkeiten dieser Systeme, verschiedene
Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und sie in einem einzigen
Informationsspeicher zu bündeln. Diese werden häufig als Enterprise Data
Warehouse (EDW) bezeichnet. Sie eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die
Auswertung der Daten, um wesentliche Erkenntnisse über Umfang, Ergebnisse
und Ausrichtung von Unternehmen zu gewinnen.
Diese häufig in Form so genannter Cockpits, Dashboards oder Scorecards
dargestellten Erkenntnisse können als Grundlage für die strategische und
taktische Entscheidungsfindung der Geschäftsleitung dienen und sich als ein
bedeutsamer Wettbewerbsfaktor erweisen.
Einer der Vorzüge von BI-Systemen besteht darin, dass sie sich in kleinen,
überschaubaren Schritten einführen lassen, wobei deren Ergebnisse üblicherweise
als Data Marts bezeichnet werden. BI-Projekte können in einzelnen Bereichen
wie dem Vertrieb gestartet und sogar mit einer Ausrichtung auf spezielle
Aufgaben wie der Analyse von Kundenbewegungen begonnen werden. Erst
wenn das jeweilige Projekt einen Return on Investment (ROI) erzielt, beginnt
die nächste Welle der BI-Investitionen. Die Kosten bleiben dadurch überschaubar,
die Bindung der Nutzer an das Projekt ist relativ hoch. Zudem kann für jede
einzelne Lösung unterschiedliche Soft- und Hardware zum Einsatz kommen.
Doch der Data-Mart-Ansatz auf der Grundlage abteilungsspezifischer
BI-Einführungen hat einige gravierende Nachteile.
Die Belieferung mehrerer Data Marts mit Daten und die Verwaltung der Daten
in diesen Datenspeichern ist teuer, komplex und ineffizient. Oft befinden sich
dieselben Informationen in mehreren Data Marts. Aus verschiedenen Gründen
sind diese scheinbar identischen Informationen in der Praxis jedoch nicht immer
tatsächlich identisch. Die Informationen können beispielsweise zu unterschiedlichen
Zeiten geladen worden sein. Oder ein Wert wie der Reingewinn wurde nach
unterschiedlichen Geschäftsregeln ermittelt.
Wir schienen länger darüber zu
streiten, wessen Version des
Reingewinns korrekt ist, als wir
damit verbrachten zu diskutieren,
wie wir unsere Marge verbessern
könnten.
K u n d e
Whitby Partners 2
Als SAP-Anwender stehen Ihnen
unseres Erachtens nach für das
taktische Reporting eine Reihe
brauchbarer Alternativen zur
Verfügung. Aus strategischer
Sicht sehen wir hingegen wenig
Alternativen. Aus unserer Sicht
ist SAP NetWeaver® BI hier
eindeutig führend. Um zu diesem
Schluss zu kommen, mussten wir
allerdings tief ins Innere des
Produkts schauen.
K u n d e
Mit einer wachsenden Zahl von Data Marts nehmen auch die damit verbundenen
Probleme exponentiell zu. Ihr Nutzen für die einzelne Abteilung mag fortbestehen,
doch ihr Wert für das Unternehmen insgesamt geht deutlich zurück. In der
Regel gilt in diesem Zusammenhang, dass die Probleme umso bedeutsamer
werden, je größer und komplexer die betreffenden Unternehmen sind.
Unternehmen, die Herausforderungen wie diese von vornherein erkennen und
ihnen aus ganzheitlicher Sicht begegnen, stellen damit die Weichen für einen
maximalen Nutzen ihrer BI-Systeme. Dies gelingt ihnen insbesondere dann,
wenn sie
zu Beginn eines BI-Programms eine klare Strategie für das Management ihrer
Daten entwickeln,
wesentliche betriebliche Faktoren wie Organisationsstrukturen und
Unternehmenskulturen in ihrer BI-Strategie und dem Designprozess
berücksichtigen,
sowohl kaufmännische als auch technische Mitarbeiter in das Projekt
einbinden und
für die Vermittlung von Kenntnissen über die EDW-Funktionen der gewählten
BI-Lösung sorgen.
Das alles mag kurzfristig höhere Investitionen notwendig machen. Langfristig
jedoch wird sich dieser Weg rentieren. Die Kosten für die Pflege und Weiterentwicklung
der BI-Lösung werden deutlich sinken und gleichzeitig ihr
geschäftlicher Nutzen für das Gesamtunternehmen erheblich zunehmen.
3 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
EINLEITUNG
Am Anfang vieler BI-Projekte stehen die Reportinganforderungen einer einzelnen
Abteilung, eines Aufgabenbereichs oder gar eines bestimmten Geschäftsproblems.
Die entsprechenden Systeme werden üblicherweise von einem „Datensilo“
oder Data Mart unterstützt, das die Anforderungen zum Zeitpunkt der
Implementierung erfüllt. Eine erfolgreiche Implementierung zieht in der
Regel Folgeprojekte mit ähnlich begrenztem Anwendungsbereich nach sich.
Im Laufe der Zeit kann das zu einer hohen Anzahl solcher Datensilos führen.
Auf diese Weise dauert es nicht lange, bis es zu Datenduplikaten kommt oder
sogar widersprüchliche Daten in den einzelnen Data Marts auftauchen.
Der anfängliche Erfolg vieler BI-Projekte gerät in Gefahr, wenn es an langfristig
ausgerichteten Grundlagen fehlt. Die wichtigste dieser Grundlagen ist ein
einheitlicher Speicher für gemeinsame Daten, der sowohl die BI-Anforderungen
des gesamten Unternehmens als auch einzelner Abteilungen abdeckt. Man
spricht in diesem Zusammenhang vielfach von unternehmensweitem Data
Warehousing (Enterprise Data Warehousing). Es wird ebenso wie dessen
Kernstück, das Enterprise Data Warehouse, mit EDW abgekürzt.
Das vorliegende Whitepaper untersucht die treibenden Kräfte für den Bedarf
eines EDW als auch die betriebswirtschaftlichen und technischen Herausforderungen,
die Unternehmen bei BI-Projekten zu bewältigen haben. Wir
zeigen auf, welche Faktoren bei der Entwicklung einer EDW-Architektur zu
berücksichtigen sind, und welchen Einfluss Unternehmenskultur und Organisationsstruktur
darauf haben. Darüber hinaus identifizieren wir die wichtigsten,
aber oft übersehenen Funktionen und Möglichkeiten von SAP NetWeaver®
Business Intelligence (SAP NetWeaver BI) und von SAP NetWeaver, zu dessen
Leistungsumfang die BI-Komponente gehört. Schließlich geben wir eine Reihe
von Empfehlungen und führen wesentliche Punkte an, die Unternehmen bei
der Entwicklung oder Revision ihrer BI-Strategie beachten sollten.
Wo immer es geht, verwenden
wir anwendernahe Begriffe und
stellen die technischen Aspekte
eines EDW möglichst einfach dar.
Hinweise auf detaillierte
technische Abhandlungen
finden sich im Anhang.
Ve r f a s s e r
Whitby Partners 4
DIE TREIBENDEN KRÄFTE
Um die Grundlage für eine dauerhafte unternehmensweite BI-Lösung zu schaffen,
muss man verstehen, welche Kräfte die Nachfrage nach Business Intelligence
steuern und in welcher Reihenfolge sie auftreten. Die Forderungen nach dem
Einsatz von Business Intelligence entstehen gewöhnlich, wenn die Erkenntnis
reift, dass Transaktionssysteme und die dazu gehörigen Reporting-Tools nicht
mehr den geschäftlichen Anforderungen genügen. Eine kurzfristige Lösung
besteht in der Anschaffung einer oder auch gleich mehrerer taktischer
Reportinganwendungen.
Soll das Unternehmen letztlich als Ganzes mit Business Intelligence versorgt
werden, so wird irgendwann deutlich, dass eine Investition in ein – auch
scheinbar immaterielles – EDW erforderlich ist.
Ein wichtiger Faktor bei der Aufstellung einer übergreifenden Kosten-/Nutzenanalyse
für ein EDW ist die Klarheit darüber, wo sich ein Unternehmen im
Lebenszyklus der BI-Einführung befindet. Um Sie dabei zu unterstützen, diese
Erkenntnis zu gewinnen, wollen wir zunächst kurz dessen Phasen beleuchten.
5 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Wir durchlebten mehrere
Lernprozesse, bevor unser
EDW-Projekt startbereit war und
das fertige System Ergebnisse
lieferte. Einer dieser Lerneffekte
bestand in der Erkenntnis, dass
Dateninseln für unsere Zwecke
nicht mehr ausreichten. Zudem
mussten wir erkennen, dass unser
Implementierungspartner für das
ERP-System nicht automatisch
auch der richtige Partner für das
BI-Projekt war.
K u n d e
GRENZEN DES TRANSAKTIONSBEZOGENEN
REPORTINGS
Der Bedarf an speziellen BI-Lösungen liegt zum Teil in den Unzulänglichkeiten
der Reportingfunktionen von Transaktionssystemen begründet. Dazu zählen
neben ERP-Systemen auch Anwendungen im Rahmen von Customer Relationship
Management (CRM) und Supply Chain Management (SCM). Die Daten dieser
Systeme sind deren Natur entsprechend in „Silos“ organisiert und dienen der
Unterstützung des Transaktionsprozesses, zum Beispiel der Auftragsbearbeitung.
Das Reporting aus diesen Systemen ist generell durch die Daten in den Silos
beschränkt. Während die Systeme oft ausreichende operative Berichte erzeugen,
muss deren Zahl und Häufigkeit jedoch begrenzt werden, um die Transaktionsleistung
nicht zu beeinträchtigen. Werden Berichte benötigt, die Daten aus
unterschiedlichen Silos des Transaktionssystems einbeziehen, wird das System
zusätzlich belastet. Das gilt insbesondere dann, wenn die Daten einem
Transformationsprozess unterzogen werden müssen. In der Praxis kommt
genau dieser Fall jedoch häufig vor. Obwohl dies für einzelne Berichte innerhalb
eines Transaktionssystems ausführbar ist, kann es sich extrem negativ auf die
Systemleistung auswirken, wenn die Zahl und Häufigkeit solcher Berichte
zunimmt und große Mengen historischer Daten benötigt werden. Zudem ist
diese Art der Berichterstellung alles andere als kostengünstig, wie viele
Unternehmen festgestellt haben.
Durch den Einsatz zusätzlicher Stand-alone-Reportingtools lässt sich das Problem
vorübergehend mildern. Außer für sehr kleine Firmen besteht die einzige
langfristige Lösung jedoch in der Übertragung der Daten aus Transaktionssystemen
und anderen Quellen auf einen separaten Server und der speziellen
Aufbereitung der Daten für Reportingzwecke. Dies ist in vereinfacht
ausgedrückter Form das Prinzip der Data Marts und Data Warehouses.
Im Laufe von zwei Jahren hatten
wir schrittweise ein neunköpfiges
Team zusammengestellt, um ein
HR-Reporting mit Hilfe von MS
Excel zu realisieren. Da muss es
einem eigentlich unvernünftig
erscheinen, dass wir danach ein
Data Mart einführten und ein
neues Team einsetzten – aber
es hatte so lange gedauert,
bis wir uns des Problems
bewusst wurden.
K u n d e
Whitby Partners 6
DRINGLICHER REPORTINGBEDARF
Es liegt in der Natur dringend benötigter Reports, dass sie sehr schnell
geliefert werden müssen. Viele BI-Projekte entstehen auf der Basis derartiger
Bedarfssituationen – zum Beispiel, wenn der Geschäftsleitung eine wichtige
Information nicht zeitgerecht geliefert werden kann. Üblicherweise wird
zunächst der Versuch unternommen, das Problem mit Hilfe der Transaktionssysteme
zu lösen. Einer der Vorteile von BI-Lösungen besteht darin, dass sie nach
taktischen Erfordernissen implementiert werden können. So ist es bisweilen
möglich, Pilotsysteme in Form von Data Marts innerhalb weniger Wochen zu
installieren. Die Überlegenheit zahlreicher Reportingtools gegenüber den
Alternativen im Transaktionssystem kann die Akzeptanz der Benutzer stark fördern.
Die erfolgreiche Implementierung in einer Abteilung führt meistens unweigerlich
zu ähnlichen Projekten in anderen Bereichen des Unternehmens. Die Nachfrage
nach diesen Lösungen treiben oft die Abteilungsleiter, wobei die Budgets dafür
nicht zwingend in den Händen der IT-Abteilung liegen.
7 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
LANGFRISTIGE UND UNTERNEHMENSWEITE
BUSINESS INTELLIGENCE
Je größer die Zahl der isolierten Datenspeicher in Form von Data Marts in einem
Unternehmen ist, desto komplexer und schwieriger sind sie zu beherrschen.
Die Daten in einem Data Mart überschneiden sich zumindest teilweise mit den
Informationen in anderen Datenspeichern. Vertriebsdaten werden beispielsweise
von der Vertriebsabteilung zur Erfolgsmessung benötigt, von der Buchhaltung
zum Rechnungsabgleich und von der Logistik zur Lieferzeitenanalyse. Die Daten
aus den zugrunde liegenden Quellsystemen zu extrahieren und sie dann in
jeweils getrennten Silos zu verwalten, ist ineffizient bis undurchführbar.
Zudem besteht die Gefahr, dass aggregierte Zahlen wie Umsatzerlöse nach
unterschiedlichen Geschäftsregeln statt nach offiziell vorgegebenen Unternehmensnormen
berechnet werden. Selbst innerhalb eines Aufgabenfeldes
wie beispielsweise dem Vertrieb, können in verschiedenen Regionen oder
Ländern unterschiedliche Auffassungen darüber bestehen, was unter
Umsatzerlös zu verstehen ist. „Informationsinseln“ – oft unter der Hoheit
einzelner Abteilungsleiter – verhindern im Endeffekt die Gewinnung eines
unternehmensweiten Gesamtüberblicks über die Geschäftsleistung.
Der Data-Mart-Ansatz wirkt sich somit negativ auf die Entscheidungsfindung
im Unternehmen und die Planung, Überwachung und Prognose der
Geschäftsentwicklung aus.
An dieser Stelle wird eine weitere treibende Kraft für BI deutlich – nämlich die
Notwendigkeit, einen übergreifenden Datenspeicher mit integrierten einheitlichen
Geschäftsregeln zu schaffen. Sehr oft zieht dies erhebliche Zusatzausgaben nach
sich und bedingt die Neugestaltung vieler, wenn nicht aller bisher entwickelten
Data Marts. Den Anstoß gibt in vielen Unternehmen die Entscheidung zur
Implementierung von Systemen für eine unternehmensweite Leistungsmessung.
Ohne eine fundierte und allgemein gültige Datendefinition und einen
gemeinsamen Datenspeicher geraten viele Initiativen dieser Art in Probleme.
Das passiert insbesondere dann, wenn sich herausstellt, dass die zur Ableitung
der unterschiedlichen Kennzahlen benötigten Daten nicht existieren oder
unzuverlässig sind.
Wenn Unternehmen die zukünftigen Anforderungen von BI-Systemen und eines
EDW erkennen und von Anfang an in ihre Planung einbeziehen, können sie
viele dieser Probleme umgehen und mit großer Wahrscheinlichkeit die damit
verbundenen Kosten senken.
Ein System zur Messung der
Unternehmensleistung muss auf
integrierten Kennzahlen (KPIs)
aufbauen.
Ve r f a s s e r
Whitby Partners 8
Unser Erfolg in der Einrichtung
von Data Marts wird noch unser
Untergang sein. Die Nachfrage im
Unternehmen steigt und steigt,
bis irgendwann nichts mehr geht.
K u n d e
GRUNDLAGEN DER UNTERNEHMENSWEITEN
BUSINESS INTELLIGENCE
Ein EDW speichert integrierte, konsistente, strukturierte und aktuelle
Informationen und stellt sie dem gesamten Unternehmen zur Verfügung.
Seine Aufgabe ist es, die Zahl der Extraktionsvorgänge und das Maß an
Datenduplikation auf ein Minimum zu beschränken, die Datenverwaltung zu
optimieren und dem Unternehmen als eine Art „Firmengedächtnis“ zu dienen.
Was jedoch vermieden werden sollte, ist die Entwicklung einer technischtheoretisch
ausgerichteten BI-Vision, die die betriebswirtschaftlichen
Gegebenheiten des Unternehmens, dem sie dienen soll, nicht berücksichtigt.
Die konkrete Implementierung eines EDW sollte sich vielmehr an einer EDWoder
BI-Strategie orientieren und einer vereinbarten Architektur entsprechen,
in die sowohl betriebswirtschaftliche als auch technische Faktoren einfließen.
Unter anderem sind folgende Schlüsselfaktoren zu berücksichtigen:
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht
die Struktur des Unternehmens, seine Geschäftsstrategie und deren
Beständigkeit und Ausrichtung
die Unternehmenskultur
die Beschaffenheit der Daten im System und die Art der gewünschten
Geschäftsinformationen
der unterstützende Business Case (Nutzenanalyse)
Aus technischer Sicht
die Datenkomponenten: Wie werden die Daten aus den Quellsystemen
extrahiert und in welcher Form werden sie im EDW gespeichert?
das Datenmodell: Wie stellen wir sicher, dass wir eine gemeinsame Sichtweise
von dem haben, was beispielsweise „einen Kunden“ ausmacht, wenn die
diesbezüglichen Daten aus diversen Altsystemen abgeleitet werden?
die physische Architektur (Topologie): Wo und wie werden die Daten
physisch gespeichert?
Im vorliegenden Whitepaper werden die einzelnen Faktoren nicht im Detail
untersucht. Die technischen Aspekte beinhalten Stoff für jeweils eigene
Abhandlungen. Wir skizzieren jedoch einige wesentliche Punkte und erläutern,
warum sie für den Gesamtprozess von Bedeutung sind.
9 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
DIE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE
Unternehmensstruktur und Geschäftsstrategie
Beide Aspekte sind insbesondere für große, stark diversifizierte Unternehmen
von Bedeutung. Die zentralen Fragen in diesem Bereich lauten: Wo verlaufen
die gegenwärtigen und geplanten Grenzen der Entscheidungsfindung? Findet
die Entscheidungsfindung zentral oder dezentral statt? Welche Geschäftsstrategie
steht dahinter?
An einem Ende des Spektrums steht die Holding, in der neben den Grundzügen
der Finanzverwaltung und strategischen Belangen wie Firmenkäufen und
-verkäufen wenige oder gar keine zentralen Entscheidungen getroffen werden.
Das andere Extrem ist das stark zentralisierte Unternehmen mit einheitlichen
Marken, Dienstleistungen oder Produkten. Von besonderer Bedeutung sind
Antworten auf die Fragen, wo die Logik des EDW angesiedelt sein soll, wo sich
Gemeinsamkeit erzielen lässt und wo das EDW betriebswirtschaftlichen Nutzen
entfaltet und mit der Geschäftsstrategie konform geht.
Die Antworten auf folgende Fragen beeinflussen die EDW-Architektur:
Gibt es Sparten mit eigenen Produkten oder Dienstleistungen?
Gibt es Sparten, die auf verschiedene Kundenkreise ausgerichtet sind, zum
Beispiel Geschäftskundenausrichtung versus Endverbraucherfokussierung?
Existieren, zumindest strukturell, einheitliche Datensätze, zum Beispiel über
Kunden oder Lieferanten?
Welche Geschäftsstrategie liegt der Konzernstruktur zugrunde?
Wie dauerhaft ist die Konzernstruktur?
Die Unternehmenskultur
Der Einfluss der Unternehmenskultur auf die EDW-Architektur und -strategie
darf nicht unterschätzt werden. Zu beachten ist jedoch, dass sich Kulturen
entwickeln und verändern. Zudem kann ein vorhandenes System aus mehreren
Data Marts die Unternehmenskultur sowohl verändern als auch bestärken.
Whitby Partners 10
Wir haben in vielen Bereichen
des Unternehmens Programme
zur Kostensenkung gestartet.
Die Verantwortlichen für diese
Programme haben sich als große
Unterstützung – und Kunden –
unserer EDW-Initiative erwiesen.
In unserem Unternehmen existiert
eine seltsame Mischung aus
regionaler Autonomie und
Zentralismus. Das erschwert
den Aufbau einer stabilen
EDW-Architektur.
Oberflächlich betrachtet wirken
wir erstaunlich einheitlich.
In Wirklichkeit handeln die
einzelnen Geschäftsbereiche sehr
eigenständig. Die Konzernzentrale
hat nun signalisiert, dass sie
sich mehr Durchblick wünscht.
Die schwierigsten Aufgaben
dabei werden nicht technischer
Natur sein.
K u n d e
Bei der Entwicklung einer EDW-Strategie ist zu beachten, dass sie in Übereinstimmung
mit der Unternehmenskultur steht, die sie stützen soll. Insbesondere
sind dabei folgende Fragen zu beantworten:
Sind die Informationsinseln ein Teil der Unternehmenskultur oder das
Resultat einer bestehenden bzw. fehlenden BI-Strategie?
Existiert im Unternehmen eine Kultur der Informationsabschottung?
Gibt es Mitarbeiter in Schlüsselpositionen, die einer erhöhten Transparenz
im Business durch ein EDW ablehnend gegenüberstehen könnten?
Welche Pläne wurden zur Änderung der Unternehmenskultur gefasst?
Beinhalten diese Pläne Aufklärungsmaßnahmen und Überzeugungsarbeit
zur Vermittlung der Notwendigkeit eines EDW?
Falls Pläne zur Einführung leistungsmessender Systeme bestehen: Wer ist
dafür verantwortlich – und sind sich die Betroffenen über ihre potenzielle
Abhängigkeit vom EDW im Klaren?
Existiert eine Selbstverpflichtung des Unternehmens zu einer hohen
Datenqualität und gibt es dafür einen Verantwortlichen?
Die Art der Daten im System und der gewünschten
Geschäftsinformationen
EDWs lassen sich nicht über Nacht installieren. Sie entwickeln sich über einen
gewissen Zeitraum, wobei der Weg zum Aufbau eines solchen Data Warehouses
aus zahlreichen Abschnitten bestehen kann. Das macht es umso wichtiger, die
betrieblichen Prioritäten zu verstehen und sie mit der realen Datenqualität in
den Vorsystemen abzustimmen.
Unter anderem sollten folgende Fragen beantwortet werden:
Welche Informationen sind geschäftsentscheidend, warum sind sie es und
welche betriebswirtschaftlichen Vorteile bieten sie dem Unternehmen?
Welche Informationen sind wünschenswert?
In welchem Zustand befinden sich die Daten, die für diese Informationen
benötigt werden?
Wie lange dauert es, die Daten entsprechend aufzubereiten und was kostet es?
Wie und von wem werden die Daten gepflegt?
11 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Der Business Case
Die Entwicklung eines Business Case für ein EDW kann eine Herausforderung
sein. EDWs allein liefern von sich aus noch keine Business Intelligence. Kurzfristig
realisierbare Alternativen erscheinen auf den ersten Blick oft attraktiver. So
sind Data Marts in der Regel kostengünstiger, schneller einsetzbar und weniger
komplex. Sie kommen deshalb bei potenziellen Endnutzern besser an. Mittelund
langfristig jedoch können sich EDWs als erheblich kosteneffizienter und
nützlicher für das Unternehmen erweisen.
Die Einrichtung vieler EDWs wird aus der Erfahrung heraus begründet und
ihre Realisierung als unabdingbar betrachtet. Meistens tritt diese Situation
ein, wenn das Unternehmen mit seinen BI-Insellösungen an einen kritischen
Punkt angelangt ist und die Kosten und der Mangel an unternehmensweiter
Transparenz eine Veränderung der BI-Strategie erzwingen.
Weitaus seltener wird die Einführung eines EDW im Voraus definiert und
mit der Effizienz und den strategischen Vorteilen eines unternehmensweiten
BI-Systems begründet.
Aus operativer Sicht lässt sich leicht erkennen: Wächst die Zahl der potenziellen
Data Marts, so nähern sich deren Kosten schnell den Kosten für ein EDW.
Strategisch gesehen sollte ein Business Case möglichst auf die Einrichtung eines
konzernweit einheitlichen BI-Systems ausgerichtet sein. Weil die Möglichkeiten
für weitere Effizienzsteigerungen innerhalb der einzelnen Sparten enger werden,
suchen die Unternehmen zunehmend nach Optimierungspotenzial bei konzernweiten
Aktivitäten wie dem strategischen Einkauf.
Ein weiterer Faktor, auf den sich Business Cases oft stützen, sind die Vorteile eines
ganzheitlichen Blicks auf das Unternehmen und der pünktlichen Bereitstellung von
Geschäftsinformationen. Wenn der Vertrieb beispielsweise zeitnahe Auswertungen
über seine Aktivitäten erhält, wird der Nutzen schnell deutlich. Das gilt umso mehr,
wenn zuvor keine entsprechenden Daten vorhanden waren oder Berichte nur
zeitverzögert bereitgestellt wurden. Geschäftsinformationen Tage oder Wochen
früher als bisher zu erhalten, kann erheblichen Einfluss auf betriebswirtschaftliche
Faktoren wie die Steuerung von Bestandsmengen und die Beurteilung von
Geschäftsrisiken haben. Das sind entscheidende Motivationsgründe für BI.
Whitby Partners 12
Wir versuchen, selbst bei
kleineren oder spezialisierten
BI-Projekten ein einfaches EDW zu
implementieren. Dadurch geht
uns bisweilen Geschäft verloren.
Wir glauben aber, dass dieses
Prinzip der Grund für unsere
vielen positiven Referenzen ist.
B e r a t e r
Die Ergebnisse von Untersuchungen
deuten darauf hin,
dass bereits drei oder vier Data
Marts so viel kosten wie ein EDW.
Ve r f a s s e r
Nicht zuletzt kann auch eine konzernweite Initiative zur besseren Leistungsmessung
die Investition in ein EDW rechtfertigen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken,
dass viele solcher Programme oftmals von Managern oder Unternehmensberatern
mit begrenzter BI-Erfahrung entwickelt werden. Diese verfügen gewöhnlich
über hervorragende Fähigkeiten im Change Management und gute Kenntnisse
über Reportingtools, wissen jedoch meist wenig über die Anforderungen und
Probleme im Zusammenhang mit der Bereitstellung und Pflege der Datenelemente
ihrer Programme. Dementsprechend muss ihnen das Konzept eines EDW erst
vermittelt werden. Gelingt dies erfolgreich, kann eine starke Unterstützung für
die BI-Initiative die Folge sein.
Die technische Perspektive
Wenn Führungskräfte sich für eine BI-Lösung entscheiden, erwarten sie die
Lösung ihrer Reportingprobleme. Oft wird angesichts vollmundiger Versprechen
in Verkaufsgesprächen übersehen, dass unterschiedliche Arten von Berichten
erforderlich sind:
aggregierte Berichte, etwa über Summen wie den Umsatz und Gewinn für
eine bestimmte Vertriebsregion oder Produktgruppe (oft als strategisches
Reporting bezeichnet)
aggregierte Berichte mit einem höheren Detaillierungsgrad wie Umsatz und
Gewinn je Kundenbetreuer und Kunde, was möglicherweise detaillierte
Sichten auf Transaktionsdaten wie Auftragspositionen beinhaltet (häufig als
taktisches Reporting bezeichnet)
detaillierte Berichte, die den Status von Geschäftsaktivitäten über bestimmte
Zeiträume und gegebenenfalls auch aktuelle Ereignisse wie die Verkäufe
in den vergangenen zwei Stunden einer Telesales-Kampagne abbilden
(manchmal als operatives Reporting bezeichnet)
Nur zu oft wird davon ausgegangen, dass Klarheit über die strategischen
Reportinganforderungen automatisch entsprechende Regeln für das taktische
und operative Reporting nach sich zieht.
Diese Erwartung erfüllt sich allerdings nur dann, wenn die Daten im BISystem
korrekt organisiert sind.
13 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Wir haben kürzlich die Strategie
und das Kennzahlensystem für
einen Klienten untersucht. Dabei
sind uns „Pseudo-Kennzahlen“
aufgefallen, also Vorgaben,
die nur auf Kosten anderer
Kennzahlen erfüllt wurden, auf
Kosten von Ergebnissen, die
scheinbar weniger wichtig – das
heißt weniger lohnend für einzelne
Personen – waren. Es hätte
eigentlich offensichtlich sein
sollen: Die entscheidenden
Informationen befanden sich in
unterschiedlichen Systemen.
B e r a t e r
Besonders deutlich zeigt sich die
uneinheitliche BI-Terminologie
beim Begriff „Operational Data
Store“ (ODS). Da sich dieses
Whitepaper an SAP-Anwender
richtet, haben wir uns zur
Verwendung der SAP-Definition
entschieden, werden die diversen
anderen Auslegungen des Begriffs
jedoch im Hinterkopf behalten.
Ve r f a s s e r
Im Folgenden untersuchen wir, wie Daten aufbereitet, gespeichert und verwaltet
werden müssen, um unternehmensweite Business Intelligence zu ermöglichen.
Drei Aspekte werden dabei untersucht:
die Datenkomponenten (wie werden die Daten organisiert)
das Datenmodell (wie wird für Konsistenz der Daten gesorgt)
die Topologie des EDW (wie wird das EDW physisch installiert)
Auf eine umfassende Schilderung wird im vorliegenden Whitepaper
verzichtet. Der Prozess wird bewusst vereinfacht dargestellt. Vielmehr sollen
in verständlicher Form die Kernprozesse und deren betriebswirtschaftliche
Bedeutung beschrieben werden. Des Weiteren beschäftigen wir uns kurz
mit dem Thema Datenkomponenten und deren Bedeutung für die
Geschäftsabwicklung, da es sich unseres Erachtens um eines der Elemente
eines EDW handelt, bei dem immer noch große Verständnislücken bestehen.
Das Verständnis wird zusätzlich erschwert durch eine uneinheitliche
BI-Terminologie, die ein und dieselbe Sache oft unterschiedlich benennt,
während umgekehrt derselbe Ausdruck verschiedene Dinge bezeichnen kann. So
können die in diesem Whitepaper gebrauchten Fachausdrücke möglicherweise
anderweitig in einem anderen Kontext auftauchen. Der technisch interessierte
Leser findet Hinweise auf detaillierteres Informationsmaterial im Anhang.
Whitby Partners 14
DIE DATENKOMPONENTEN
Das Grundprinzip eines EDW besteht darin, Daten einmal zu extrahieren, sie für
Reportingzwecke zu ordnen und an einem zentralen Ort abzulegen, auf den
aus allen Bereichen des Unternehmens zugegriffen werden kann. Während
dieses Prozesses werden die Daten in einer Reihe wichtiger Schritte für den
betriebswirtschaftlichen Gebrauch aufbereitet.
Die Daten werden aus den zugrunde liegenden Transaktionssystemen und
weiteren Datenquellen extrahiert und in einer „Bereitstellungszone“
(Staging Area) abgelegt.
Von der Staging Area aus durchlaufen die Daten einen Transformationsprozess
in der Datenverwaltungsschicht, die die Daten in flachen, transparenten Tabellen
speichert (Operational Data-Store, ODS). Dabei werden sie beispielsweise in ein
einheitliches Format gebracht und als „single version of the truth“ im Data
Warehouse abgelegt.
Vom Data Warehouse aus werden die Daten verdichtet und zum Zweck von
Reporting und Analyse in Data Marts abgelegt. Beispiel: Kennzahlen für
Umsatzrentabilität, Kundenservice und Kundenbindung.
Die Abbildung stellt die Datenkomponenten für unternehmensweites Data
Warehousing grafisch dar.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht spricht viel dafür, Daten auf diese Weise zu
organisieren. Im Folgenden wird das Prinzip näher beschrieben.
15 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Datenquellen
Reporting
und
Analyse
Staging-
Area
Data
Marts
Operational Data Store
Data
Warehouse
Datenkomponenten für unternehmensweites Data-Warehousing
Das Thema Datenextraktion und
-aufbereitung ist einer der viel
versprechendsten Anwärter auf
den Titel „Langweiligster Aspekt
der BI“. Leider ist dieser Aspekt
auch einer der häufigsten Gründe
für das Scheitern von BI-Projekten.
B e r a t e r
Ein Data Warehouse innerhalb
eines unternehmensweiten Data
Warehouse? Wenn Sie so wollen,
handelt es sich um das Herzstück
des EDW. Im Folgenden sollte klar
werden, was gemeint ist.
Ve r f a s s e r
Die Datenquellen können sich
innerhalb oder außerhalb des
Unternehmens befinden.
Daten können vor dem Laden in
das Data-Warehouse mehrere
Transformationsschritte durchlaufen.
Der gesamte Prozess wird
oft als Extraktion, Transformation,
Laden (ETL) bezeichnet.
Kommentare zur Abbildung
Zweck der Staging Area ist es, Daten möglichst schnell aus häufig mehrfach
vorhandenen Transaktionssystemen zu extrahieren und im EDW abzulegen. Dies
hat zwei Vorteile: Zum einen wird vermieden, dass dieselben Daten mehrmals
für verschiedene Data Marts extrahiert werden. Dadurch sinkt die Belastung der
Transaktionssysteme. Laufende Programme brauchen nicht durch mehrere Abrufe
derselben Daten unterbrochen werden. Zum anderen hat dieses Vorgehen zur
Folge, dass der Systemadministrator bei Problemen in späteren Versionen des
EDW die Daten aus den Quellsystemen nicht ein zweites Mal extrahieren muss.
Dies mag trivial klingen, ist jedoch in vielen Situationen von entscheidendem
Vorteil.
Betrachten wir das Beispiel eines Handelsunternehmens. Hier müssen die Umsatzdaten
aus den Point-of-Sale-Systemen innerhalb eines von den Ladenschlusszeiten
vorgegebenen Zeitfensters – zum Beispiel am Wochenende – extrahiert und ins
EDW überspielt werden, damit Informationen für Nachbestellungen rechtzeitig
bereitgestellt werden können. Dieses Zeitfenster kann so schmal sein, dass dieser
Prozess nur einmal durchgeführt werden kann, um nicht die Systemverfügbarkeit
in den Läden zu beeinträchtigen. Aus technischer Sicht werden die Daten aus der
Staging Area entfernt, sobald sich der Administrator sicher ist, dass die Daten
erfolgreich in das EDW geladen wurden.
Das Data Warehouse fungiert als zentrale Datenquelle samt nachprüfbarer
Dokumentation und Aufzeichnung der Herkunft und Ableitung der Daten.
Zwei Hauptarten der Datenspeicherung sind dabei von Relevanz.
Whitby Partners 16
In vielen Unternehmen fällt die
Zuständigkeit für Stammdaten
in eine Art Niemandsland.
Einerseits handelt es sich um
ein sehr technisches Thema,
andererseits wissen letzten Endes
nur die Business-User, welche
Daten am besten geeignet sind.
Oft wird dieses Problem erst im
Nachhinein gelöst. Unseres
Erachtens ist das ein Fehler.
B e r a t e r
1. Stammdaten
Typische Stammdaten wie Angaben zu Firmen, Vertriebssparten oder Kunden
ändern sich relativ selten. Sie werden nur einmal erfasst und stehen anschließend
für häufige Nutzungen – zum Beispiel bei Kundenbestellungen – zur Verfügung.
Von erheblicher Bedeutung ist die Pflege der Stammdatenhistorie. Sie ist
Voraussetzung dafür, dass vergleichende Berichte aussagekräftig bleiben. Dies
könnte beispielsweise eintreten, wenn der Wunsch besteht, Veränderungen bei
den Top-Ten-Kunden während der letzten drei Jahre zu ermitteln und zu prüfen,
ob und wie sich Rabatte auf das Umsatzvolumen auswirken. Um ein konsistentes
Bild zu gewinnen, muss die Historie des Kunden bekannt sein: etwaige
Namensänderungen ebenso wie möglicherweise veränderte Einordnungen
in hierarchische oder organisatorische Strukturen wie Kundengruppen und
Vertriebssparten.
Die Bereithaltung von Stammdaten und zugehörigen Hierarchien in einem
separaten Bereich trägt zur Gewinnung eines konsistenten Datensatzes bei.
Durch Pflege einer Historie kann das Management ein konsistentes Bild von
Trends im gesamten Unternehmen gewinnen.
Stammdaten sind das Rückgrat, das ein BI-System zusammenhält. Die Pflege
einer einzigen konsistenten Version dieser Daten in einem EDW ist ein
Grundstein der Unternehmens-BI.
2. Transaktionsdaten
Das EDW arbeitet nach dem Prinzip der Vorwegnahme künftiger Anforderungen.
Zu diesem Zweck werden Transaktionsdaten im EDW zunächst in ihrer detailliertesten
Form abgespeichert und kontinuierlich gepflegt. Bei dieser Vorgehensweise
werden alle Informationen, die beispielsweise zu einem Kundenauftrag gehören,
in eine einzige Tabelle geladen und für das BI-Reporting verfügbar gemacht.
Indem Transaktionsdaten und Stammdaten in einer einzigen Quelle vereint
werden, ermöglicht das EDW dem Unternehmen die Gewinnung konsistenter
und überprüfbarer Geschäftsinformationen.
17 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Stammdaten sollten idealerweise
innerhalb der Transaktionssysteme
verwaltet werden. In der Realität
ist das schwierig. Mit Blick auf
die Datenqualität sollte die
SAP NetWeaver-Komponente
SAP NetWeaver Master Data
Management (SAP NetWeaver
MDM) dies vereinfachen.
B e r a t e r
Operational Data Store (ODS)
Das ODS stellt sich als Bereich dar, der – im Gegensatz zu verdichteten – detaillierte
Daten vorhält und sie für unterschiedlichste Arten von BI-Berichten bereitstellt.
Das beinhaltet zum Beispiel:
Anwendungsspezifisches Reporting: Hier werden potenziell große Datenmengen
benötigt, um eine bestimmte Analyse durchzuführen, wie beispielsweise
Auswertungen über den Servicegrad in einem verbraucherorientierten
Unternehmen. Diese Aufgabe kann erheblichen Bearbeitungsaufwand
beinhalten, um Daten von Kundendienstaufträgen auszuwerten und die
Präsentation zahlreicher Details erfordern.
Operatives Reporting: Hier werden im Tagesgeschäft benötigte Berichte,
etwa über Preisänderungen, vom BI-System erzeugt und damit das
Transaktionssystem entlastet.
Zeitnahes oder ereignisbezogenes Reporting: Hier geht es vor allem um
Schnelligkeit. Ein Beispiel dafür ist ein Handelsunternehmen, das die
Ergebnisse einer Werbeaktion so frühzeitig wie möglich messen will, um
Logistik und Warenbestellungen entsprechend anpassen zu können.
Die Hauptunterschiede zwischen Transaktionsdaten im ODS und Transaktionsdaten
im Data Warehouse:
Transaktionsdaten im ODS sind anwendungsspezifisch, temporär und
werden möglicherweise überschrieben.
Transaktionsdaten im Data Warehouse sind anwendungsunabhängig,
historisch und werden nicht überschrieben.
Die Hauptvorteile scheinbar mehrerer Versionen derselben Daten:
Die Integrität der Daten gewährleistet das Data Warehouse.
Für Flexibilität und Systemleistung ist der ODS zuständig.
Whitby Partners 18
Unsere Branche ist sehr wettbewerbsorientiert.
Eine flexible
und dynamische Preisfindung ist
für uns Erfolg entscheidend.
Die Ermittlung von Kosten
und Preisen ist hoch komplex.
Der ODS von SAP NetWeaver BI
ist ein Kernstück unserer
Preisfindungsstrategie.
K u n d e
Angesichts all des Aufhebens
um strategisches Reporting wird
operatives Reporting oft vernachlässigt.
Die Leute übersehen, dass
sie von Zeit zu Zeit das Detail
genauso unter die Lupe nehmen
müssen wie die Gesamtsicht. Oder
sie gehen fälschlicherweise davon
aus, dass die Lösung, die sie zu
implementieren gedenken, dies
automatisch tut.
B e r a t e r
Der Data Mart
Das Prinzip eines Data Mart besteht in der Bereitstellung verdichteter Daten
zu bestimmten Geschäftsvorfällen, beispielsweise zur Umsatzanalyse nach
Vertriebskanal. Aus Anwendersicht handelt es sich beim Data Mart um eine
Sammlung von Daten, die speziell zum Zweck der Berichterstellung angelegt
wurden. Die Spezialität des Data Mart ist die Bearbeitung dieser Daten, die
Erzeugung unterschiedlicher Informationssichten und insbesondere die
Gewährleistung kurzer Antwortzeiten. Ein Data Mart enthält normalerweise
keine detaillierten Daten. Falls diese dennoch benötigt werden, um eine bestimmte
Information zu untermauern, kann eine Verknüpfung zum entsprechenden
Transaktionsdetail an anderer Stelle im EDW gesetzt werden. Dies kann
beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Buchhaltung die entsprechenden
Bestellungen sehen möchte, die zu einer Budgetüberschreitung in einer
Abteilung geführt haben.
19 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Es ist anzumerken, dass
Data Marts häufig abteilungsübergreifend
eingesetzt werden,
beispielsweise um Auftragszahlen
mit der Bewertung der Servicequalität
durch die Kunden in
Bezug zu setzen.
Ve r f a s s e r
DAS DATENMODELL
Wenn Verkaufsdaten aus unterschiedlichen Systemen in das EDW geladen
werden, ist es wichtig, dass einheitlich festgelegt wird, wie beispielsweise ein
Kunde oder Produkt definiert wird. Diese Definitionen müssen dann mit Daten
aufgefüllt werden. Diese allgemein gültige Definition nennt man Datenmodell.
Ein wichtiger Teil des Aufbaus eines EDW ist die Übertragung der Datenmodelle
der Quellsysteme auf das EDW-Datenmodell.
Theoretisch ist das Prinzip des allgemein gültigen Datenmodells einfach, doch in
der Praxis können sich daraus Probleme ergeben.
Aus Anwendersicht gewinnen Datenmodelle immer dann große Bedeutung,
wenn Daten aus Systemen oder Data Marts mit unterschiedlichen Datenmodellen
zusammengeführt werden sollen. Die Kosten für die Entwicklung eines
übergreifenden Datenmodells sind dabei nicht zu vernachlässigen. Daher ist es
ratsam, ein solches Datenmodell nach Möglichkeit nur einmal oder zumindest
so selten wie möglich anzulegen. Weiterhin ist es wichtig, das Datenmodell so
flexibel zu erstellen, dass es auch nachträglich noch modifiziert werden kann,
zum Beispiel nach einer Firmenübernahme.
Dies führt zu einem weiteren zentralen Aspekt der Anwenderbeteiligung
beim Entwurf und Aufbau eines EDW.
Im Zuge der Entwicklung einer EDW-Strategie ist eine objektive und
praxisorientierte Beantwortung folgender Fragen notwendig:
Um welches Unternehmen geht es?
Handelt es sich um ein einzelnes Unternehmen oder um mehrere?
Falls es mehrere sind, in welcher Beziehung stehen sie zueinander?
Wie dynamisch sind diese Unternehmen?
Wie realistisch ist es, Elemente verschiedener Unternehmen
zusammenzubringen?
Whitby Partners 20
Hier besteht ein enger
Zusammenhang zum Thema
Datenqualität, für das ein eigenes
Whitepaper existiert. Dieses kann
über Whitby Partners bezogen
werden.
Ve r f a s s e r
Unser Datenmodell war ein
Phantom, weil es mit den
Veränderungen im Unternehmen
nicht mithalten konnte.
Schlussendlich gaben wir das
Projekt auf. Rückblickend ist uns
klar, dass wir auf verlorenem
Posten standen. Das hätte uns
sehr viel früher klar sein sollen.
K u n d e
Aus den Antworten auf diese Fragen ergibt sich nicht nur, für welche Bereiche
des Unternehmens das übergreifende Datenmodell angewandt werden kann,
sondern auch für welche Bereiche es nicht sinnvoll ist. Beispielsweise ist ein
stark zentralisiertes Unternehmen mit einem weltweit einheitlichen Markenund
Geschäftsmodell ein bevorzugter Kandidat für ein einziges übergreifendes
Datenmodell. Ein lockerer verzahntes Unternehmen mit einer Reihe autonomer
Geschäftsbereiche erfordert dagegen möglicherweise eine Reihe separater
Datenmodelle in Verbindung mit einem übergreifenden Element zur
Unterstützung eines konzerneinheitlichen Meldewesens.
Wer mit SAP-Transaktionssystemen wie SAP® R/3®, mySAPERP oder mySAP CRM
vertraut ist, wird wissen, dass der geschäftliche Nutzen dieser Systeme zu einem
großen Teil aus deren übergreifendem Datenmodell resultiert. Dieses Modell
wird von SAP NetWeaver BI mitverwendet und bildet die Grundlage des so
genannten „Business Content“. Viele Unternehmen nutzen diesen Business
Content auch in Verbindung mit SAP-fremden Daten.
21 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
DIE TOPOLOGIE (LANDSCHAFT)
Die EDW-Topologie – auch EDW-Landschaft genannt – wird im Zuge des Aufbaus
einer EDW-Architektur von den Nutzern häufig zuerst diskutiert. Als Grund wird
häufig angeführt, dass sie greifbarer erscheint als die Datenkomponenten und
das Datenmodell. Da sich die Topologie aus den oben beschriebenen betriebswirtschaftlichen
und technischen Faktoren herleitet, sollte sie allerdings generell erst
zuletzt festgelegt werden.
Für kleine und mittelgroße Unternehmen ist ein einziges EDW ausreichend. In
größeren Unternehmen entsteht bisweilen die Notwendigkeit einer verteilten
Architektur.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten verteilter EDW-Architekturen. Für welche sich ein
Unternehmen entscheidet, hängt ebenso von betrieblichen wie von technischen
Faktoren ab.
Die zwei Arten sind
zentrales Data Warehousing und
dezentrales Data Warehousing.
Zentrales Data Warehousing bedeutet, dass die Daten des Unternehmens in
einem zentralen EDW zusammengeführt und dann zur Analyse und zum
Reporting an mehrere spezialisierte Data Warehouses weitergeleitet werden.
Diese Vorgehensweise bietet sich beispielsweise an, wenn ein Unternehmen über
ein weltweit einheitliches Produktangebot verfügt, seine Regionalgesellschaften
aber vergleichsweise autonom und mit unterschiedlichen Vermarktungsstrategien
auf dem Markt auftreten.
Whitby Partners 22
Beim dezentralisierten Data Warehousing, das man auch als föderiertes Data
Warehousing bezeichnet, findet das lokale Reporting in lokalen Data Warehouses
statt, die dann einen Auszug ihrer Daten an ein zentrales Data Warehouse
weiterleiten. Dieser Architekturtyp eignet sich für Unternehmen, deren
Geschäftszweige über jeweils eigene Produkt- und Dienstleistungsangebote
verfügen, aber über gemeinsame Bereiche wie Rechnungswesen, Beschaffung
oder Personalwesen miteinander verbunden sind. Bei Bereichen wie diesen wird
ein übergreifendes Datenmodell angewandt. So lassen sich Initiativen wie ein
konzernweites Lieferantenmanagement BI-technisch unterstützen.
Weitere Faktoren, die sich auf die EDW-Landschaft auswirken können:
die Geschäftsstrategie, insbesondere geplante Übernahmen, Fusionen
und Verkäufe
die betriebswirtschaftlichen Vorteile, die vom Einsatz des EDW erwartet werden
die Zuständigkeiten für Daten und Entscheidungsfindung
die Zuständigkeiten für Investitionen
die „Schirmherrschaft“ durch Mitglieder der Unternehmens- oder
Abteilungsleitung
die zugrunde liegenden Transaktionssysteme und deren Architektur – je
vielfältiger, desto größer die Herausforderung
23 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
SAP UND BUSINESS INTELLIGENCE
SAP NetWeaver Business Intelligence (SAP NetWeaver BI) präsentiert sich
insgesamt zunächst aus Data-Mart-Sicht. Das hat verschiedene Gründe.
Die wichtigsten sind:
Unternehmen suchen nach Lösungen für spezifische Reportingprobleme
statt ein BI-Gesamtkonzept zu verfolgen.
Data Marts versprechen schnelle Erfolge.
Das Prinzip ist leichter zu kommunizieren.
Was dabei nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der langfristige Nutzen,
den SAP NetWeaver BI einem Unternehmen als Grundlage für ein EDW bieten
kann. Im einzelnen heißt das: SAP NetWeaver BI
wurde mit dem Blick auf unternehmensweites Data Warehousing
entwickelt und entspricht damit der Einschätzung vieler führender
Branchenexperten.
verfügt über eine Architektur, die in der Lage ist, die in einer
EDW-Umgebung erforderlichen Daten zu verarbeiten. Dazu dienen
folgende Elemente:
– eine Persistent Staging Area (PSA) zur Bereitstellung der Daten
– ein Data Warehouse für Stammdaten und Transaktionsdaten, die
zusammen ein unternehmensweites „Datengedächtnis“ bilden
– ein Operational Data Store (ODS) zur Verwaltung und Bearbeitung
detaillierter Transaktionsdaten und Unterstützung des operativen Reportings
– InfoCubes mit Data-Mart- und Analysefunktionen
– vorkonfigurierte, im gesamten Unternehmen verwendbare Metadaten,
also „Daten über Daten“ mit Informationen über die physischen Daten
im EDW, z. B. über deren Herkunft und Historie
beinhaltet umfassende ETL-Funktionen zur Extraktion, Bereinigung und
Transformation von Daten aus SAP-Systemen und Systemen anderer Hersteller.
Whitby Partners 24
Die Leute wollen farbige Berichte
mit Ampelfunktionen, die ihnen
auf einen Blick zeigen, wo es lang
geht. Das ist eine der Stärken
von SAP NetWeaver BI. Für den
erfahrenen EDW-Nutzer liegt der
wahre Vorteil von SAP NetWeaver
BI jedoch unter der Oberfläche:
in der Art und Weise, wie die
Software Daten extrahiert und
verwaltet.
B e r a t e r
Den Kern von SAP NetWeaver BI
bildet das SAP Business Information
Warehouse, kurz SAP BW.
„SAP BW“ wird in der Branche
oft als Kürzel für das gesamte
BI-Konzept der SAP verwendet.
Ve r f a s s e r
nutzt und erweitert das Datenmodell der ERP-Systeme von SAP durch so
genannten Business Content. Dieser beinhaltet vorkonfigurierte Programme
zur Extraktion von Daten und von Datenmodellen, denen Daten entsprechend
zugeordnet werden. Teil des Business Content sind außerdem vordefinierte
InfoCubes und Berichtsvorlagen mit den zugehörigen Kennzahlen auf Basis
branchenüblicher Standards.
kann verteilt implementiert werden, um den bereits vorgestellten
unterschiedlichen EDW-Topologien gerecht zu werden und Data Marts
für Spezialanwendungen wie die Logistikplanung einzubinden.
lässt sich nach taktischen Erfordernissen und kosteneffizient einführen.
So kann kurzfristig Nutzen realisiert werden, ohne die Vorteile eines EDW
in Frage zu stellen.
ist skalierbar und kann große Datenmengen bewältigen.
kann Daten an SAP-fremde Systeme weiterleiten, beispielsweise angereicherte
Vertriebsinformationen zur weiteren Analyse in einem nachgelagerten
CRM-System.
umfasst Administrationswerkzeuge zur Planung, Verwaltung und Steuerung
eines EDW.
beinhaltet ein umfangreiches Paket integrierter Analyse- und Reportingwerkzeuge
für eine Vielzahl von Anwendungsszenarien. Dazu gehören Tools
für Online Analytical Processing (OLAP) und eine Data-Mining-Workbench.
ist integraler Bestandteil von SAP NetWeaver, der Integrations- und
Technikplattform von SAP, die Data Warehousing um Funktionen wie ein
Unternehmensportal, eine Stammdatenverwaltung und einen „Integration
Broker“ ergänzt.
SAP NetWeaver mit SAP NetWeaver BI als eine Kernkomponente ist eine
offene und erweiterbare Plattform. Sie ermöglicht die Einbindung einer
Vielzahl von Partnerprodukten und -services. Diese Eigenschaft ist besonders
im unternehmensweiten Data Warehousing von Bedeutung. Hier ist die
Integration verschiedenster Insellösungen in eine Gesamtstrategie eher die
Regel als die Ausnahme.
25 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Den größten Nutzwert
des Business Content von
SAP NetWeaver BI bieten unseres
Erachtens die mitgelieferten
Extraktoren. SAP-R/3-Nutzer
können erhebliche Kosten
dadurch einsparen, dass sie kein
EDW-Datenmodell entwickeln
müssen.
Die Administration und Steuerung
eines EDW ist eine umfangreiche
Aufgabe. Wie umfangreich,
offenbart sich erst dann, wenn
das System eingerichtet und in
Betrieb ist. In diesem Bereich
bietet SAP NetWeaver BI echte
Vorteile.
B e r a t e r
EMPFEHLUNGEN
Die Vorgehensweise bei der Schaffung der Voraussetzungen für unternehmensweite
BI hängt vor allem von der Größe und Art des Unternehmens ab. Auch
das Stadium im BI-Lebenszyklus ist von Relevanz. Zudem kommt einem
vernünftigen Gleichgewicht zwischen den kurzfristigen und langfristigen
Geschäftsanforderungen sowie der technischen Machbarkeit hinsichtlich einer
agilen und kosteneffektiven Lösung besonderes Gewicht zu.
Unternehmen sollten vor diesem Hintergrund Folgendes beachten:
Berücksichtigen Sie bei Ihrem Lösungsdesign die Geschäftsstrategie, die
Organisationsstruktur und die kulturellen Eigenheiten des Unternehmens.
Schaffen Sie die Basis für eine allgemeine Akzeptanz eines unternehmensweiten
BI-Systems. Sensibilisieren Sie die betroffenen Mitarbeiter auch für
Vorteile und Schwierigkeiten dieses Projektes. Dies bedeutet, dass Sie
Personen in Schlüsselpositionen für die neue Lösung gewinnen müssen.
Machen Sie sich die Risiken – und die Vorteile – von abteilungsbezogenen
BI-Lösungen beziehungsweise Data Marts klar. Falls ein solches Vorgehen
zunächst aufgrund geschäftlicher Prioritäten notwendig ist, konzipieren Sie
die Lösung so, dass sie auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Wenn Sie mehrere unabhängige Data Marts schaffen, beweist sich ein
Zeitplan als Grundlage für eine spätere Überführung in ein unternehmensweites
Data Warehouse als sinnvoll. Machen Sie den Anwendern die
Konsequenzen dieses Vorgehens bewusst.
Sorgen Sie dafür, dass alle betroffenen Abteilungen in die Entscheidung
und die Gestaltung der Lösung involviert sind und dafür Verantwortung
übernehmen. Achten Sie auch darauf, dass Sie Mechanismen zur Kontrolle
des Projektfortschritts schaffen.
Entwickeln und implementieren Sie Unternehmensrichtlinien für die
Anwendungsentwicklung, die sich an den bisherigen Prinzipien der
Verantwortlichkeit für Daten orientieren.
Implementieren Sie eine Strategie zur Verwaltung von Stammdaten.
Whitby Partners 26
Der vielleicht häufigste Grund für
das Scheitern von BI-Projekten ist
ein Ungleichgewicht zwischen
dem Einfluss der Nutzer in den
Fachabteilungen auf der einen
Seite und den Technikern auf der
anderen.
Die unseres Erachtens vielleicht
am meisten unterschätzte
Funktion von SAP NetWeaver BI
sind die ODS-Objekte. Deren
Verständnis ist unabdingbar für
jedes Unternehmen, das SAP
NetWeaver BI in einer EDWUmgebung
einsetzen möchte.
B e r a t e r
Machen Sie sich mit den EDW-spezifischen Funktionen von SAP NetWeaver BI
vertraut. Die Informatiker im Team sollten sich insbesondere mit den
ODS-Objekten auskennen – also die Art und Weise, wie SAP NetWeaver BI
Daten bündelt und im System transportiert – und wissen, wie positiv sich dies
auf die Erstellung detaillierter Analysen und die Performance des EDW auswirkt.
Berücksichtigen Sie im EDW-Design die Anforderungen, die beispielsweise mit
der Verarbeitung großer Datenmengen verbunden sind.
Lassen Sie sich bedarfsgerecht beim Design und der Implementierung des
EDW durch erfahrenes, externes Personal beraten. Vertrauen Sie dabei auf
Berater, die über einen Mix aus technischen und betriebswirtschaftlichen
BI-Kenntnissen und Change-Management-Know-how verfügen.
Machen Sie sich bewusst, dass Anpassungen an neue Gegebenheiten Teil der
fortlaufenden Wartung Ihres EDW sind. Dazu kann die Archivierung von
Daten auf Wechselmedien gehören. Kommt es zu personellen Veränderungen
in Schlüsselpositionen, müssen Sie neue Mitarbeiter unter Umständen von
der Lösung überzeugen.
27 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
SAP NetWeaver BI ist eindeutig
auf die Verarbeitung großer
Mengen von Daten ausgelegt. Wir
empfehlen jedem Interessenten,
sich eingehend mit dem Produkt
zu befassen, bevor er Alternativen
in Erwägung zieht.
B e r a t e r
SCHLUSSFOLGERUNG
Ein Enterprise Data Warehouse (EDW) ist das Fundament einer unternehmensweiten
BI-Strategie und damit die Grundlage für dauerhafte Wettbewerbsvorteile.
Unternehmen, die sich für BI interessieren, sollten so früh wie möglich die
Implementierung eines EDW in Erwägung ziehen. Das kann einen gewissen
Mehraufwand für erste Projekte bedeuten, sollte aber nicht vom EDW-Kurs
abhalten. Mögliche Zusatzkosten zahlen sich schnell in Form einer insgesamt
günstigeren und flexibleren BI-Lösung aus, die mit den betrieblichen
Anforderungen des Unternehmens mitwachsen kann. Erfolg entscheidend
ist ein gesundes Verhältnis zwischen den Vorstellungen und Anforderungen
der Nutzer auf der einen Seite und der informationstechnischen Machbarkeit
auf der anderen Seite.
SAP-Kunden wird nahe gelegt, den Wert ihrer Investition in das SAP-Datenmodell
durch den Einsatz der EDW-Funktionen von SAP NetWeaver zu steigern. Sie
profitieren damit nicht nur von der BI-Lösung mit dem derzeit besten Kosten-
Nutzen-Verhältnis, sondern minimieren gleichzeitig eines der größten Risiken
eines EDW-Programms: das Problem der Verwaltung und Steuerung des
unternehmensweiten Datenmodells.
Whitby Partners 28
Unsere Vertriebsdaten liegen uns
neun Tage früher vor als bisher.
Wir können den Umsatz des
kommenden Monats nun sehr viel
genauer vorhersagen. Dies hat
enorme Auswirkungen auf unseren
Warenbestand und etwaige
Lieferengpässe. Unser EDW
verschafft uns so einen echten
Wettbewerbsvorteil.
K u n d e
Hinweise zu weiterführenden Informationen
Vorbemerkung: Um auf die unten genannten Materialien zugreifen zu können,
müssen Sie entweder „SAP Certified Partner“ (ein Status als zertifizierter
Berater ist normalerweise nicht ausreichend) oder SAP-Kunde sein.
SAP Service Market Place: http://service.sap.com/bi
Titel: BI Roadmap
Beschreibung: SAP NetWeaver BI Roadmap. Geeignet zur
Gewinnung weiterer Informationen über
SAP NetWeaver BI. Enthält einen Abschnitt
über unternehmensweites Data Warehousing.
Suchpfad: – SAP BW 3.5
– Features SAP BW 3.5
– SAP BW
– Roadmap und Outlook
– EDW-Enterprise Data Warehousing
Titel: Frequently Asked Questions
Beschreibung: Häufige Fragen zu SAP NetWeaver BI und
überwiegend detaillierte Antworten.
Suchpfad: – Services & Implementation
– Frequently Asked Questions
Titel: „How to … Guides“
Beschreibung: Leitfäden zu speziellen Themen, unter anderem
zum BEx Web. Zumeist detailliert, beispielsweise
Vorabberechnung von Web-Templates zur
Offline-Verwendung.
Suchpfad: – Services & Implementation
– HOW TO ... Guides
– Guide List SAP SAP BW3.0B/ SAP BW3.1 Content
29 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
 
Titel: BI Adoption
Beschreibung: An Entscheider gerichtetes allgemeines
Whitepaper über die Schwierigkeiten,
Akzeptanz für BI-Projekte zu gewinnen.
Titel: BI for the Broader Enterprise
Beschreibung: An Entscheider gerichtetes Whitepaper über die
Schwierigkeiten und Chancen der Erschließung
von BI-Anwendungen für weitere Nutzerkreise
neben Spezialisten und Analytikern. Erörtert,
wie sich mit SAP NetWeaver BI unterschiedliche
Reportingszenarien unterstützen lassen.
Titel: Data Quality
Beschreibung: An Entscheider gerichtetes Whitepaper über die
geschäftsrelevanten Aspekte der Datenqualität
und die entsprechenden Funktionen in
SAP NetWeaver BI.
Suchpfad: White Papers
Whitby Partners 30
31 Grundlagen für unternehmensweite Business Intelligence
Kontakt
Whitby Partners
37, Rathbone Street
London
W1T 1NZ
Großbritannien
Tel.: +44 (0) 207 631 5352
E-Mail: steve.whitby@
whitbypartners.com
 
 
 
 

 
Systeme der Ver- und Entsorgung
 
 
   32.90 EUR   
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1
Ver- und Entsorgung als System
1
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.1
Systembetrachtung
1
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.2
Definitionen
5
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.3
Funktionen und Merkmale
8
1.3.1
Funktionen der Ver- und Entsorgungssysteme
8
1.3.2
Merkmale der Ver- und Entsorgungssysteme
10
1.3.3
Privatisierung und Liberalisierung der Netzindustrien
12
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.4
Systemelement "natürliche Ressource"
15
1.4.1
Definitionen zu den natürlichen Ressourcen
15
1.4.2
Funktion und räumliche Strukturen der Ressourcen
17
1.4.3
Empfindlichkeiten der Ressourcen
20
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.5
Systemelement "Siedlung"
23
1.5.1
Definitionen zu den Siedlungen
23
1.5.2
Funktionen und räumliche Strukturen der Siedlungen
23
1.5.3
Bedarf, Aufkommen und Kosten der privaten Haushalte
27
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.6
System "Ver- und Entsorgung"
30
1.6.1
Teilelement Umwandlung
30
1.6.2
Teilelement Transport
34
1.6.3
Teilelement Verteilung und Sammlung
37
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1.7
Literatur zu Ver- und Entsorgung als System
40
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2
Stromversorgung
43
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.1
Stromversorgung als System
43
2.1.1
Systemeigenschaften der Stromversorgung
43
2.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Stromversorgung
45
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.2
Grundlagen zum System Stromversorgung
48
2.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
48
2.2.2
Rechtliche Grundlagen
56
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.3
Stromversorgung in    Deutschland  
60
2.3.1
Geschichte der Stromversorgung
60
2.3.2
Aktuelle Situation der Stromversorgung
61
2.3.3
Pflichten und Aufgaben von Netzbetreibern
65
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.4
Verfügbare Ressourcen und Strombedarf
68
2.4.1
Fossile Energieträger
68
2.4.2
Regenerative Energieträger
69
2.4.3
Strombedarf der Siedlungen
73
2.4.4
Die Ressourcennutzung der Stromwirtschaft
75
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.5
Stromerzeugung
77
2.5.1
Komponenten der Stromerzeugung und deren Funktion
79
2.5.2
Raum- und Umweltwirkungen der Stromerzeugung
85
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.6
Stromtransport
92
2.6.1
Komponenten des Stromtransports und deren Funktion
92
2.6.2
Raum- und Umweltwirkungen des Stromtransports
103
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.7
Stromverteilung
111
2.7.1
Komponenten der Stromverteilung und deren Funktion
113
2.7.2
Raum- und Umweltwirkungen der Stromverteilung
115
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2.8
Literatur zur Stromversorgung
116
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3
Wärmeversorgung
119
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.1
Wärmeversorgung als System
119
3.1.1
Systemeigenschaften der Wärmeversorgung
119
3.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Wärmeversorgung
122
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.2
Grundlagen zum System Wärmeversorgung
123
3.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
123
3.2.2
Rechtliche Grundlagen
126
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.3
Wärmeversorgung   in    Deutschland  
129
3.3.1
Geschichte der Wärmeversorgung
129
3.3.2
Aktuelle Situation der Wärmeversorgung   in    Deutschland  
130
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.4
Verfügbare Ressourcen und Wärmebedarf
131
3.4.1
Primärenergiefaktor
131
3.4.2
Regenerative Energieträger
132
3.4.3
Wärmebedarf
134
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.5
Wärmeerzeugung
137
3.5.1
Komponenten der Wärmeerzeugung und deren Funktion
137
3.5.2
Raum- und Umweltwirkungen der Wärmeerzeugung
138
3.5.3
Kosten der Wärmeerzeugung und deren Trägerschaft
139
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.6
Wärmetransport
141
3.6.1
Komponenten des Wärmetransports
141
3.6.2
Raum- und Umweltwirkungen des Wärmetransports
145
3.6.3
Kosten des Wärmetransports und deren Trägerschaft
145
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.7
Wärmeverteilung
147
3.7.1
Wärmeverteilung und deren Funktion
147
3.7.2
Raum- und Umweltwirkungen der Wärmeverteilung
149
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3.8
Literatur zur Wärmeversorgung
150
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4
Nachrichtenversorgung
151
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.1
Nachrichtenversorgung als System
151
4.1.1
Systemeigenschaften der Nachrichtenversorgung
151
4.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Nachrichtenversorgung
153
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.2
Grundlagen zum System Nachrichtenversorgung
154
4.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
154
4.2.2
Rechtliche Grundlagen
158
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.3
Nachrichtenversorgung   in    Deutschland  
160
4.3.1
Geschichte der Nachrichtenversorgungssysteme
160
4.3.2
Aktuelle Situation der Nachrichtenversorgung
162
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.4
Verfügbare Systeme und Nachrichtenbedarf
170
4.4.1
Verfügbare Kommunikationssysteme
170
4.4.2
Kommunikations- und Nachrichtenbedarf
171
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.5
Senden und Empfangen von Nachrichten
172
4.5.1
Anlagen zur "Umwandlung"
172
4.5.2
Raum- und Umweltwirkungen von Sendeanlagen
173
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.6
Nachrichtenübertragung
176
4.6.1
Übertragungsverfahren
176
4.6.2
Raum- und Umweltwirkungen der Nachrichtenübertragung
179
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.7
Nachrichtennetze
183
4.7.1
Telekommunikationsnetze
183
4.7.2
Mobilfunk- und Richtfunknetze
185
4.7.3
Raum- und Umweltwirkungen der Nachrichtenverteilung
186
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4.8
Literatur zur Nachrichtenversorgung
187
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5
Wasserversorgung
189
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.1
Wasserversorgung als System
189
5.1.1
Systemeigenschaften der Wasserversorgung
189
5.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Wasserversorgung
192
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.2
Grundlagen zum System Wasserversorgung
193
5.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
193
5.2.2
Rechtliche Grundlagen
195
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.3
Wasserversorgung   in    Deutschland  
198
5.3.1
Geschichte der Wasserversorgungssysteme
198
5.3.2
Aktuelle Situation der Wasserversorgung
199
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.4
Verfügbare Ressourcen und Wasserbedarf
203
5.4.1
Verfügbare Ressourcen
203
5.4.2
Wasserbedarf der Siedlungen
205
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.5
Wasseraufbereitung
210
5.5.1
Komponenten der Wasseraufbereitung und deren Funktion
210
5.5.2
Raum- und Umweltwirkungen der Wasseraufbereitung
213
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.6
Wassertransport und Wasserspeicherung
215
5.6.1
Komponenten des Wassertransportes und deren Funktion
215
5.6.2
Komponenten der Wasserspeicherung und deren Funktion
216
5.6.3
Raum- und Umweltwirkungen von Transport und Speicherung
219
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.7
Wasserverteilung
220
5.7.1
Komponenten der Wasserverteilung und deren Funktion
221
5.7.2
Raum- und Umweltwirkungen der Wasserverteilung
223
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5.8
Literatur zur Wasserversorgung
224
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6
Abwasserentsorgung
227
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.1
Abwasserentsorgung als System
227
6.1.1
Systemeigenschaften der Abwasserentsorgung
227
6.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Abwasserentsorgung
228
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.2
Grundlagen zum System Abwasserentsorgung
230
6.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
230
6.2.2
Rechtliche Grundlagen
233
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.3
Abwasserentsorgung   in    Deutschland  
238
6.3.1
Geschichte der Abwasserentsorgungssysteme
238
6.3.2
Aktuelle Situation der Abwasserentsorgung   in    Deutschland  
240
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.4
Abwasseraufkommen und Entsorgungsbedarf
242
6.4.1
Abwasseranfall aus den Siedlungen
242
6.4.2
Abwasseranfall aus der Industrie
244
6.4.3
Klärschlammanfall
245
6.4.4
Ressourcenschutz
247
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.5
Abwassersammlung
257
6.5.1
Komponenten der Abwassersammlung und deren Funktion
257
6.5.2
Raum- und Umweltwirkungen der Abwassersammlung
260
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.6
Abwassertransport
261
6.6.1
Komponenten des Abwassertransportes und deren Funktion
261
6.6.2
Raum- und Umweltwirkungen des Abwassertransportes
262
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.7
Abwasser- und Klärschlammbehandlung
263
6.7.1
Komponenten der Abwasserbehandlung und deren Funktion
263
6.7.2
Komponenten der Klärschlammbehandlung und deren Funktion
269
6.7.2
Raum- und Umweltwirkungen der Abwasserbehandlung
274
 
 
 
 
 
 
 
 
 
6.8
Literatur zur Abwasserentsorgung
277
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7
Abfallentsorgung
279
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.1
Abfallentsorgung als System
279
7.1.1
Systemeigenschaften der Abfallentsorgung
279
7.1.2
Regelungsmöglichkeiten im System Abfallentsorgung
281
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.2
Grundlagen zum System Abfallentsorgung
282
7.2.1
Physikalische Maßeinheiten und technische Erläuterungen
282
7.2.2
Rechtliche Grundlagen
283
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.3
Abfallentsorgung   in    Deutschland  
291
7.3.1
Geschichte der Abfallwirtschaft
291
7.3.2
Aktuelle Situation der Abfallentsorgung   in    Deutschland  
294
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.4
Abfallaufkommen und Entsorgungskapazitäten
296
7.4.1
Abfallanfall
296
7.4.2
Entsorgungskapazitäten
299
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.5
Abfallsammlung
300
7.5.1
Komponenten der Abfallsammlung und deren Funktion
300
7.5.2
Raum- und Umweltwirkungen der Abfallsammlung
303
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.6
Abfalltransport
304
7.6.1
Komponenten des Abfalltransportes und deren Funktion
304
7.6.2
Raum- und Umweltwirkungen des Abfalltransportes
306
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.7
Abfallbehandlung
307
7.7.1
Komponenten der Abfallbehandlung und deren Funktion
307
7.7.2
Raum- und Umweltwirkungen der Abfallbehandlung
319
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7.8
Literatur zur Abfallentsorgung
321
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8
Systemkoordination im Raum
323
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.1
Einbindung   in  den Siedlungsraum und Freiraum
323
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.2
Systemoptimierung im Raum
325
8.2.1
Optimierung der einzelnen Ver- bzw. Entsorgungssysteme
325
8.2.2
Bündelung
328
8.2.3
Regionalplanung
330
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.3
Ver- und Entsorgungskonzepte und -plane
332
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.4
Raum- und Umweltverträglichkeit
337
8.4.1
Genehmigungsverfahren
337
8.4.2
Raumordnungsverfahren
341
8.4.3
Umweltverträglichkeitsprüfung
342
8.4.4
Natura 2000 und FFH-Verträglichkeit
345
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.5
Ver- und Entsorgungssysteme   in der Bauleitplanung
347
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8.6
Literatur zu Systemkoordination im Raum
350
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abkürzungen
351
 
 
 
 
 
 
Verzeichnis der Bilder
353
 
 
 
 
 
 
Verzeichnis der Tabellen
356
 
 
 
 
 
 
Sachwortverzeichnis
358
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 
 
 

 

       

 

Copyright © 2008 Mehmetrdassapbidanismani.com Tüm Hakları Saklıdır..

HAUPTMENÜ | AKTUELLES  | BILDUNGSBERATUNG | PERSONAL BERATUNG | MITGLIED ANMELDUNG | BUCH BESTELLUNG | BUCH LESEN | NEUE PROJEKTE | KONTAKT

 

Web Tasarım ve Kodlama: ATLASDİZAYN.NET